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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2015

Räumliches Leitbild: Attraktive Adressen

 

Wohnen und Gewerbe Schwerpunkte

Karlsruhe braucht dringend mehr Wohnraum - und attraktive Adressen fürs Gewerbe. Darin ist sich die Politik einig, zuletzt auch im Planungsausschuss bei der Beratung zum Räumlichen Leitbild (siehe vorhergehenden Beitrag).

Die Herausforderung wird sein, dies in Rückkoppelung zu den übergeordneten Stoßrichtungen des Leitbilds umzusetzen. Bei Wohnbauflächen geht der Blick eher in den Norden Karlsruhes, bei Gewerbe in den Süden entlang des „Dynamischen Bands“ - mit Rheinhafen im Westen, Südtangente und Güterbahnhof im Osten. Der Handlungsbedarf ist  heute schon dringend, weshalb sich hier besonders häufig kurzfristig eingestufte Aufgaben finden - unter dem Dach übergreifender Leitthemen wie „Klare Konturen“, „Coole Quartiere“ oder „Urbane Nähe“.

Anspruch beim Wohnen ist, kurzfristig Quartiere mit lebendigen Nachbarschaften und innovative Lösungen für den Bevölkerungszuwachs zu entwickeln. Neue und bestehende Quartiere rund um den Flugplatz und Richtung Neureut sollen gemeinsam mit urbanen Freiräumen sinnvoll und sozialgerecht im Sinne einer Arrondierung entwickelt werden. Wo weisen die Raumkanten (Stichwort: „Klare Konturen“) Wohnpotentiale auf? Wo kann man qualifizierte Innenentwicklung betreiben? Kurzfristig sollen zudem Stadtteile - etwa die Oststadt - zukunftsfähig gestaltet und saniert werden. Beim Wohnen sollen zwar neue Flächen gesucht werden, insbesondere dürften viele kleinere Areale zur großen Lösung Wohnraumversorgung beitragen.

Die kleinräumige Strategie geht beim Gewerbe nicht auf, ein neues Gewerbegebiet „mit Schlagkraft“ erfordert erfahrungsgemäß Mindestgrößen von 15 Hektar. Es bedarf klassischer Gewerbeflächen, so Meinung im Ausschuss, aber auch moderner gemischter Flächen, um Antworten auf sich verändernde Arbeitswelten zu haben. Erhebliche Potentiale hat die Planungswerkstatt entlang des „Dynamischen Bands“ ausgemacht.

Auch der Ausschuss sah, dass es im Umfeld des vorhandenen Gewerbes an der Südtangente viel minder genutzte Fläche gibt bei guter verkehrlicher Anbindung - der Knackpunkt ist hier oft, wie auch beim Güterbahnhof, die Verfügbarkeit. Mit Unterstützung durch das Landesprogramm „Flächengewinn durch Innenentwicklung“ wird die Stadt mit den Gewerbetreibenden für das Grünwinkler Areal praxistaugliche Lösungen für den Dreiklang Mensch, Arbeiten und Freiraum entwickeln. -rie-

 
 

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