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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 31. Juli 2015

Schulen: Neue charakteristische Qualität

ALS WÜRDIG erkennen (v.l.) Schulleiter Pauli, BM Obert und Juror Marques den Sieger des Schulumbau-Wettbewerbs an.  Foto: Sick

ALS WÜRDIG erkennen (v.l.) Schulleiter Pauli, BM Obert und Juror Marques den Sieger des Schulumbau-Wettbewerbs an. Foto: Sick

 

Modernisierung der Walter-Eucken-Schule / Preisgericht stimmt für Konzept, das den Bestand respektiert und doch aufwertet

„Die Qualität steckt im Räumlichen, nicht so sehr in der Fassade“, pointierte Bürgermeister Michael Obert. Der Schweizer Architekt Prof. Daniele Marques als Vorsitzender des Preisgerichts, das den Planungswettbewerb zur Modernisierung der Walter-Eucken-Schule entschied, pflichtete dem bei, verwies aber auch an die Wirkung im Stadtbild.

Aufgabe sei gewesen, „die Logik der Struktur zu erfassen, die Charakteristika aufweist“. Dabei hob Marques die umlaufenden Balkone als äußeren Rettungsweg hervor, der dem Gebäudeinneren viel Potenzial überlasse.

Am besten genutzt zugunsten einer offenen Lernwelt habe dies das Waldkircher Büro Fuchs Maucher Architekten. Als erstem Preisträger kommt ihm nun die weitere Planung zu. Schulleiter Stefan Pauli, der zur Präsentation der 13 bewerteten Entwürfe hinzu kam, betonte voll Vorfreude: „Selbst nach durchschlafener Nacht ist das noch die richtige Entscheidung, die beste Lösung.“ Sie verschaffe der Berufsschule in der Südweststadt neue Qualität und gewünschte Multifunktionalität.

Als die 2015 fertig gestellte Erweiterung beschlossen wurde, ging man davon aus, dass der Bestand erhalten bliebe. Nun herrschte aber Sanierungsbedarf, so Obert. Im Wettbewerb, für den das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) eine Vorauswahl aus 79 Bewerbern vornahm, galt es, umgekehrte Prämissen zu verhindern: Einige Entwürfe machten den Neubau zum Vorbild.

Stattdessen sollte der 1975 errichtete fünfgeschossige Bestand respektiert werden, unterstrich Marques generell: „Es geht um das Wahrnehmen einer Kultur. Kontext ist wichtig, um Kontinuität zu gewährleisten.“ Das letztlich einstimmig auf eins platzierte Konzept versuche, „die Kraft, die das Gebäude hat, mitzunehmen“. Laut Preisgericht biete der Entwurf „die Grundlage einer sehr qualitätvollen Neuentwicklung des Gebäudes“.

HGW-Leiterin und Jurorin Anne Sick konstatierte, dass auch ein wettbewerbsloses Verfahren erörtert worden sei, sich nun aber gezeigt habe: „Das einfache Verbauen wäre nicht gut für die Fortentwicklung gewesen.“ Zweiter Preisträger ist das Stuttgarter Büro Wulf, Anerkennungen erhielten Koczor Teuchert Lünz, Rottweil (3. Rang) und Dürschinger, Fürth (4.). -mab-

 
 

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