Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. August 2015

Kriegsgräber: Für den Frieden mahnen

FÖRDERBESCHEID ÜBERGEBEN: EB Jäger (links), Innenminister Gall (3. von links) und junge Gräberpfleger aus 15 Nationen. Foto: Fränkle

FÖRDERBESCHEID ÜBERGEBEN: EB Jäger (links), Innenminister Gall (3. von links) und junge Gräberpfleger aus 15 Nationen. Foto: Fränkle

 

Jugendliche aus 15 Ländern haben gepflegt

Gräber, in denen Tote von Kriegen und Gewaltherrschaft bestattet sind, stellen Mahnmale für den Frieden dar. Daher hat die Landesregierung im vergangenen Jahr in Erinnerung an die 100. Wiederkehr des Beginns des Ersten Weltkriegs ein Förderprogramm aufgelegt zur Sanierung und Pflege von Kriegsgräberanlagen, namentlich mit Opfern dieses Ersten Weltkrieges, der als erster mit Massenvernichtungswaffen geführter Krieg als "die Katastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichnet wird.

Die Stadt Karlsruhe hatte einen Antrag gestellt, aus diesem Programm gefördert zu werden. Innenminister Reinhold Gall besuchte nun vor kurzem den Karlsruher Hauptfriedhof und überreichte Erstem Bürgermeister Wolfram Jäger einen Förderbescheid über 114.000 Euro.

Galls Besuch galt auch 33 jungen Leuten aus 15 europäischen Ländern, die als Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Sommerbegegnung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Hauptfriedhof Gräber von im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten und zivilen Kriegsopfern pflegten.

Sie reinigten Grabsteine, erneuerten Beschriftungen und erledigten gärtnerische Arbeiten an der Grabanlage in der Nähe des großen Denkmals inmitten des Hauptfriedhofs, das mahnt, die Toten von Kriegen und Gewaltherrschaft nicht zu vergessen.

Jäger erinnerte daran, dass Karlsruhe eine der erste Städte war, in der Bomben fielen, etwa an Fronleichnam 1916, als ein Zirkuszelt getroffen wurde. Dabei starben 120 Menschen, darunter 71 Kinder. Gall dankte den Jugendlichen, dem Volksbund und der Stadt für ihren Friedenseinsatz, legte am Mahnmal einen Kranz nieder und beobachtete die jungen Leute bei ihrer pflegerischen Arbeit. -erg-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe