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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. September 2015

Kombilösung: Giulia hat ihr Ziel erreicht

DURCHBRUCH: Anfang der Woche erreichte „Giulia“ das Vortriebsziel am Mühlburger Tor mit ihrem Schneidrad. Foto: Kasig

DURCHBRUCH: Anfang der Woche erreichte „Giulia“ das Vortriebsziel am Mühlburger Tor mit ihrem Schneidrad. Foto: Kasig

 

Tunnelvortrieb als eine Schlüsselaufgabe der Kombilösung am Mühlburger Tor vollendet / Giulias Lebenswerk erfüllt

Heureka – „Giulia“ hat das Mühlburger Tor erreicht und am vergangenen Montag die Wand des Zielschachtes durchfahren. Damit konnte der ursprüngliche Zeitkorridor von rund neun Monaten trotz teils mehrwöchiger Unterbrechungen und Herausforderungen doch noch eingehalten werden.

Zuletzt war laut Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung damit gerechnet worden, dass die Tunnelvortriebsmaschine in der zweiten Wochenhälfte so weit sein würde. Doch die Stopps für den Werkzeugwechsel am Schneidrad fielen deutlich kürzer aus als zuvor angenommen. Zudem verlief der Vortrieb komplikationsfreier und somit schneller als geplant.

Zugang zum Rathaus

Im Vorfeld waren die Arbeiten am Zielschacht auf dem Kaiserplatz abgeschlossen worden, um die Grube mit Wasser zu fluten und so die Druckverhältnisse bei der Ankunft der Tunnelvortriebsmaschine auszugleichen, die zunächst noch einen fast vierzehn Meter langen Dichtblock zu durchfahren hatte. Westlich der Kreuzung Kaiserallee/Reinhold-Frank-Straße ging indes die Wandherstellung in Richtung Rampenanfang weiter. In der Lammstraße sind die Arbeiten für die Auftriebsanker des Haltestellenzugangs beendet. Auf dem Deckel der Haltestelle Lammstraße ist das Auffüllen mit Erdreich erfolgt, auf dem des Gleisdreiecks wird bewehrt und betoniert.

Die Montagen für die Havarieleitung sind zwischen Berliner Platz und Durlacher Tor in vollem Gange. Auf dem Marktplatz sind südlich der Zähringerstraße die Asphaltarbeiten zur Herstellung der Oberfläche für den provisorischen Endzustand abgeschlossen. Rathauszugang ist auch von Norden wieder möglich. In der Karl-Friedrich-Straße nimmt nördlich des Rondellplatzes die Oberfläche Gestalt an, sodass sie voraussichtlich Mitte September wieder zur Verfügung steht.

Dichtblöcke düsen

Im Nordkopf des Ettlinger Tors wurde bereits die zweite von drei Bodenplatten betoniert. In der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor werden weiterhin auf der Westseite die Dichtblöcke gedüst. Südlich Baumeister-/Hermann-Billing-Straße erfolgt das Einbringen der Auftriebsanker für die Sohle, die im Düsenstrahlverfahren (DSV) entsteht. Für den Deckel des künftigen U-Halts Kongresszentrum wird betoniert. Im südlichen Rampenbereich stand nach Abschluss der Rammarbeiten das Herstellen des letzten Abschnitts DSV-Sohle an. -red-/-mab-

 
 

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