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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Oktober 2015

Bildung: Helmholtz offiziell Musikgymnasium

FREUDE über Musikgymnasium (v.l.): Kultusminister Stoch, Schulleiterin Tatsch, OB Mentrup und Streicher von Orchester I. Foto: Fränkle

FREUDE über Musikgymnasium (v.l.): Kultusminister Stoch, Schulleiterin Tatsch, OB Mentrup und Streicher von Orchester I. Foto: Fränkle

 

Hochbegabtenförderung in normalem sozialen Umfeld / OB: Unterstützung von Eltern

Jetzt ist es endlich offiziell: Das „Helmholtz“ ist Musikgymnasium, kurz „Mugy“. Mit der Musikhochschule, dem Badischen Konservatorium (Kons), Vereinen, Verbänden und Privatlehrenden gibt es nun neben der Ausbildung im seit 1971 bestehenden Musikzug Hochleistungsförderung.

Diese erfolgt im regulären Schulbetrieb, nicht im Internat, um die Begabten - aktuell 42 - in normalen Umfeld und nicht unter einer Käseglocke aufwachsen zu lassen. Neu ist neben den bereits im Musikzug bestehenden Angeboten (Unterricht in Gehörbildung, Musiktheorie und -geschichte, Mitspiel in Ensembles) eine Aufnahmeprüfung und Freistellung für Wettbewerbe, Orchesterprojekte oder Auftritte. Im Nachführunterricht mit eigens beauftragten Lehrenden wird das Versäumte nachgeholt.

Dazu kommen Übemöglichkeiten und natürlich der Unterricht für das jeweilige instrumentale Hauptfach sowie in Klavier. Letzteres wird allerdings überwiegend von den Eltern finanziert. Schulleiterin Claudia Tatsch dankte bei der Einweihung am 24. September als „Mitspielern“ besonders Kons-Direktorin Doris Giebeler wie ihrem Musikchef Hans-Jochen Stiefel und berichtete von großer Nachfrage aus einem noch weiteren Umkreis.

Keine Separierung der Begabten, sondern Integration in die Schulgemeinschaft fand OB Dr. Frank Mentrup wichtig und wünschte sich vom Land finanzielle Unterstützung für Familien, die sich Unterricht und Instrumente nicht leisten können. Eine enge Zusammenarbeit der drei Partner unter Wahrung ihrer Eigenständigkeit regte Kultusminister Andreas Stoch an. Neben dem Helmholtz gebe es nun in Stuttgart und Trossingen Musikgymnasien sowie 50 weitere Schulen mit Musikprofilen. Ab 2016 sei Musik auch wieder ein eigenständiges Fach, denn Breiten- und Spitzenförderung seien zwei Seiten einer Medaille. Zu welch fantastischen Ergebnissen eine solche Förderung führt, bewiesen den Einweihungsgästen 12- bis 18-jährige Solisten an Cello, Klavier und Schlagzeug wie Orchester I mit barocken, romantischen und modernen Stücken. -cal-

 
 

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