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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Oktober 2015

Zoologischer Stadtgarten: Störe im Pinguinbecken

ICH STÖRE DOCH NICHT? Die Störe sowie Karpfen haben sich problemlos ins Pinguinbecken umsiedeln lassen. Die größten Störe bringen es schon auf 90 Zentimeter Länge. Foto: Stadtarchiv / Schlesiger

ICH STÖRE DOCH NICHT? Die Störe sowie Karpfen haben sich problemlos ins Pinguinbecken umsiedeln lassen. Die größten Störe bringen es schon auf 90 Zentimeter Länge. Foto: Stadtarchiv / Schlesiger

 

Lebensgemeinschaft aus Fischen und Pinguinen / VOX-Filmteam begleitete die Umsiedlung

„Hundkatzemaus“ war wieder in Karlsruhe. Nach der Ausstrahlung des Beitrags über die jungen Schneeleoparden im VOX-Tiermagazin, ging es letzte Woche um das Ziel des Zoos, vermehrt Lebensgemeinschaften zu bilden.

Hauptdarsteller waren fünf Russische Störe sowie acht Gras-Karpfen, in Nebenrollen: Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt und Tierpfleger Thomas Ram. Statistenrollen übernahmen die Magellanpinguine sowie die sechs großen Silberkarpfen, die seit einiger Zeit aus dem Stadtgartensee in die Unterwasserwelt der Pinguine umgesiedelt wurden und seither im „Lebensraum Wasser“ leben. Bei der neuen „WG“ aus Pinguinen und Fischen kommt den Gras-Karpfen die Aufgabe zu, die Fadenalgen zu beseitigen. Die Störe finden auf dem Boden ihr Futter, auch das Restfutter aus den Fütterungen sollen sie vertilgen. „Wir wollen versuchen, ein biologisches Gleichgewicht zu erreichen“, so Reinschmidt.

Die Tiere kamen aus der Fischzuchtanlage Wetterfeld. Mit dem Kescher wurden sie eingefangen. Erst mit zehn bis zwölf Jahren sind die Knochenfische geschlechtsreif - und können deutlich über zwei Meter lang werden. „Wir haben uns bewusst für den Russischen Stör entschieden, weil er zu den artbedrohten Tieren gehört“, so Reinschmidt. Beim Transport mit an Bord: Prof. Dr. Michael Lierz von der Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische an der Justus-Liebig-Universität Gießen: „Wir haben die Quarantäne der Fische tierärztlich überwacht. Jetzt geht es darum sicherzustellen, dass die Messwerte von Transportwasser und Pinguinanlage passen.“

Kaum eingesetzt, waren die Störe bereits am Einsichtsfenster des rund 280 Kubikmeter Wasser fassenden „Großaquariums“ zu sehen. Voraussichtlich noch dieses Jahr wird der Beitrag ausgestrahlt. -rie-

 
 

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