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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Oktober 2015

Gemeinderat: Keine Pachtverträge ?

 

GRÜNE wollen keinen Zirkus mit speziellen Wildtierarten

Das Anliegen der Grünen, die Stadt solle keine Pachtverträge mit Zirkusunternehmen mit bestimmten Wildtierarten schließen, berät der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen weiter.

Wegen fehlender gesetzlicher Regelungen sieht die Verwaltung eine solche vertragliche Verpflichtung hinsichtlich bestimmter Tierarten sowie die ebenfalls vorgeschlagenen Ausnahmen von Wildtieren aus dem Altbestand, die dann aber nicht mehr „auftreten“ dürften, mit enormen rechtlichen Risiken behaftet und daher zurzeit nicht als durchsetzbar an.

Zoe Mayer (GRÜNE) hatte in der Diskussion leidenschaftlich „ein klares Zeichen für den Tierschutz in Karlsruhe“ gefordert. Im Zirkus sei etwa für Elefanten, Bären oder Primaten keine artgerechte Haltung möglich. Für Raubkatzen gebe es dort aus Sicherheitsgründen kein geeignetes Gehege. Und grundsätzlich: „Wir wollen keine Zuschaustellung“. Wichtig sei, das „Tierschutzgesetz einzuhalten.

Das Marktamt kann gut einschätzen, wenn etwas nicht in Ordnung ist“, entgegnete Bettina Meier-Augenstein (CDU), unterstützt von Thomas Hock (FDP). Eine klare Definition der Pachtverträge verlangte Gisela Fischer (SPD). Je mehr Kommunen das täten, desto besser könne man die Bundesregierung unter Druck setzen, klarere Gesetze zu verabschieden. Die Tiere müssten jedoch beschäftigt werden. Viele wiesen „extreme Verhaltensstörungen“, unterstützte Max Braun (KULT) den Grünen-Antrag.“ Die Zustände seien auf Dauer untragbar, arten- und Tierschutz sehr wichtig“, fand auch Dr. Paul Schmidt (AfD). -cal-

 
 

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