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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Oktober 2015

Gemeinderat: Viele gute Ideen für Stadtentwicklungskonzept Neureut

„WOHNUNGSBAU“, der eine gute soziale Durchmischung ermögliche, wünscht sich die Bürgerschaft des Stadtteils etwa am Neureuter Platz in der Nähe der Badnerlandhalle. Foto: Fränkle

„WOHNUNGSBAU“, der eine gute soziale Durchmischung ermögliche, wünscht sich die Bürgerschaft des Stadtteils etwa am Neureuter Platz in der Nähe der Badnerlandhalle. Foto: Fränkle

 

Engagierte Beteiligung der Bürgerschaft von allen gelobt

Auf einhellige Zustimmung stieß in der Gemeinderatssitzung am 29. September das integrierte Stadtentwicklungskonzept Neureut 2020. Vorangegangen war ein anderthalbjähriger, engagiert angenommener Bürgerbeteiligungsprozess.

220 Erwachsene und eine Gruppe Jugendliche, so Irene Moser (SPD), hätten sich eingebracht, „Neureut als Ganzes unter fünf Leitzielen sinnvoll und sozial verträglich sowie unter Anpassung an veränderte Bedarfe weiter zu entwickeln“. So soll unter städtebaulicher Perspektive die Stadtteilidentität unter Nutzung vorhandener Flächen für den Wohnungsbau gestärkt werden, Wachstum entsprechend der Demografie und Einwohnerentwicklung gestaltet werden ebenso wie Wohnen und Gewerbe sozial durchmischt in bestehenden Strukturen.

Mit Hilfe eines Stadtteil- und Quartiermanagers geht es außerdem um die Verzahnung bestehender und Entwicklung künftiger Angebote in Bildung, Betreuung, Kultur und Sozialem. Und fünftens um die Vernetzung Neureuts etwa durch Verlängerung der Linie 3 Richtung Kirchfeld, mehr Radwege, Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit.

Für die CDU lobte Detlef Hofmann die „guten, zielorientierten Vorstellungen“ der Neureuterinnen und Neureuter inklusive der Jugendlichen, von denen nun „möglichst viel umgesetzt werden“ solle. Joschua Konrad (GRÜNE) stieß ins gleiche Horn und wollte etwa ein grünes Band durch Neureut sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser am Neureuter Platz, eine bessere ÖPNV-Anbindung, eine leistungsfähige Mensa im Schulzentrum, 165 fehlende Pflegeplätze, Bürgerinformation und Tauschbörsen verwirklicht wissen. Sehr gelungen fand Erik Wohlfeil (KULT) den Prozess, Vieles sei jedoch „nice to have, da uns die Finanzlage die Hände bindet“. Auch Tom Hoyem (FDP) lobte die „dynamischen“ Neureuter und wünschte sich bei der Umsetzung „soviel Dezentralismus wie möglich.“ -cal-

 
 

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