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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Oktober 2015

Stimmen aus dem Gemeinderat: Grüne: Lebensabend im Quartier möglich machen

GRÜNE-Stadtrat Alexander Geiger

GRÜNE-Stadtrat Alexander Geiger

 

Karlsruhe wächst und hat das Glück, junge Menschen anzuziehen. Aber auch hier gibt es demografischen Wandel, den es für alle Generationen zu gestalten gilt.

Die meisten Menschen möchten im Alter so lange wie möglich zu Hause leben und wenn stationäre Pflege notwendig ist, dann im Stadtteil.

Karlsruhe fängt zum Glück nicht bei Null an. Mit dem Seniorenbüro haben wir eine gute Beratungs- und Vernetzungsinstitution, die wir entsprechend dem wachsenden Beratungsbedarf ausbauen sollten. Hier kommt es neben der Stadt auch auf die Förderung der Pflegekassen an.

Altersgerechtes Wohnen stärken

Im hohen Alter nochmal umziehen?
Diese Entscheidung macht sich niemand leicht und doch lässt es sich nicht immer vermeiden. Eine Stärkung altersgerechten Wohnens ist dringend notwendig. Stimmt die Attraktivität, entscheiden sich mehr Menschen frühzeitig, eine fürs Alter passende Wohnung zu wählen. Dadurch würden auch größere Wohnungen für Familien frei. Zum Wohnen gehört immer auch das Umfeld. Die Förderung von Bürgerzentren zur sozialen Vernetzung im Quartier, die Möglichkeit, die täglichen Bedarfe im Stadtteil zu beziehen, und ein gutes ÖPNV-Angebot zur Sicherung der Mobilität sind Beiträge für selbstbestimmtes Leben auch im Alter. Wir Grünen werden uns dafür einsetzen, in der Planung und in der Wohnbauförderung altersgerechtes Wohnen zu stärken.

Raum für stationäre Pflege

Die Anzahl pflegebedürftiger Personen steigt in Karlsruhe. Auch wenn ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger lange selbstständig und selbstbestimmt zu Hause wohnen, muss ein adäquates Angebot an stationärer Pflege vorgehalten werden. Es besteht Handlungsbedarf. Bis 2030 werden wir die Voraussetzungen für den Bau von ca. 1.100 stationären Pflegeheimplätzen schaffen müssen. Zehn Stadtteile sind besonders betroffen. Dort fehlen jeweils zwischen 55 und 165 Pflegeplätze. Natürlich braucht es passende Konzepte. In den Bergdörfern werden die anders aussehen müssen als in Neureut. Wir werden bei jeder Beratung eines Bebauungsplanes in betroffenen Stadtteilen mitdenken müssen, wo und wie sich gute stationäre Pflege im Quartier verwirklichen lässt.

Wir brauchen einen guten Mix aus Nahversorgung, niederschwelligen Hilfen, altersgerechten Wohnformen und stationäre Angebote im Stadtteil. Wir brauchen aber auch das Bewusstsein in Bevölkerung, Stadtverwaltung und -politik und bei den Anbietern der Altenhilfe, dass diese Herausforderung nur gemeinsam bewältigt werden kann.

Ihr Alexander Geiger

Alexander Geiger

GRÜNE-Stadtrat

 
 

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