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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. Oktober 2015

TechnologieRegion: NEO 2015 vergeben

NEO-PREISTRÄGERIN Dr. Ruiter, Mentrup, Grönemeyer. Foto: Heel

NEO-PREISTRÄGERIN Dr. Ruiter, Mentrup, Grönemeyer. Foto: Heel

 

KIT-Ärztin und 3D-Ultraschall-CT für Früherkennung geehrt

Beeindruckt, ja überwältigt, schüttelte Prof. Dietrich Grönemeyer den Kopf, fungierte gern als Laudator eines „besonderen Preises“ der für ihn „innovativsten Region, zumindest in Deutschland“, entnahm die Jury-Entscheidung aber einem Umschlag, gratulierte allen fünf Nominierten und fand es doch taktisch klug, einen Gewinner als Magnet nutzen zu können.

Der NEO 2015 - Innovationspreis der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) - geht an Dr. Nicole Ruiter vom Institut für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und kürt so eine, weil schmerzfrei, ebenso schonende wie präzise Methode der Brustkrebsfrüherkennung durch 3D-Ultraschall-Computertomografie.

Verliehen wurde die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am 13. Oktober, Höhepunkt einer vom SWR mitgestalteten Gala bei Biologische Heilmittel Heel in Baden-Baden. TRK-Vorsitzender Dr. Frank Mentrup hob die Kraft der „auf den Weg gebrachten, zur Umsetzung kommenden, teils schon angewandten Visionen“ hervor. Sie zeigten, „wie wertvoll Investitionen zugunsten effizienterer, schonenderer Vorgehensweisen sind.“ Der Preis würdigt eine herausragende Errungenschaft der Gesundheitstechnologie – dieses Jahr im Fokus.

Hohe Zahl an Bewerbungen

Ein komplexer Prozess, bereichert durch eine unerwartet hohe Zahl an Bewerbungen, rückte einen insgesamt bemerkenswert dynamischen Branchenzweig sowie ein existenziell notwendiges, praktikables und Erfolg versprechendes Diagnose-System ins Licht: Es lasse sich den Juroren zufolge auf eine Art realisieren, wie sie sonst nur strahlenbelastend, etwa durch die klassische Mammografie, möglich ist.

„Eine gute, fortgeschrittene Idee mit hohem Entwicklungspotenzial“, sahen die Fachleute in der überall ohne großen Aufwand anwendbaren Methode, die zudem die Hemmschwelle senkt, sich rechtzeitig untersuchen zu lassen, die größte Krebsgefahr für Frauen signifikant eindämmt, Leben rettet. Dr. Ruiter, verantwortlich für Aufbau des weltweit ersten 3D-Ultraschall-Computertomografen, war „gerührt und dankbar“. Zwischen Arzt und Patient, so Grönemeyer, seien Augenhöhe und Individualität entscheidend. Beides spiegle sich in allen Projekten wider. -mab-

 
 

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