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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Oktober 2015

Ehrenbürger: Ein Karlsruher für Karlsruhe

EHRENTAG: Gerhard Seiler und Frau Trudi (Mitte) feierten mit den weiteren Ehrenbürgern Gerlinde Hämmerle, Heinz Fenrich und Dieter Ludwig sowie OB Frank Mentrup (von links). Foto: Fränkle

EHRENTAG: Gerhard Seiler und Frau Trudi (Mitte) feierten mit den weiteren Ehrenbürgern Gerlinde Hämmerle, Heinz Fenrich und Dieter Ludwig sowie OB Frank Mentrup (von links). Foto: Fränkle

 

Früherer OB Prof. Dr. Gerhard Seiler feierte seinen 85. Geburtstag / Empfang der Stadt

In den Jahren von 1986 bis 1998 gestaltete Prof. Dr. Gerhard Seiler die Entwicklung der Stadt an entscheidender Stelle mit, setzte als Oberbürgermeister nachhaltige Wegmarken.

Für Karlsruhe selbst wie im Außenverhältnis: ZKM, Baden Airpark, World Games 1989, Gründung der TechnologieRegion und der Magistrale für Europa, Erhalt von Bundesverfassungsgericht und Bundesgerichtshof in Karlsruhe, 50. deutsch-französischer Gipfle in der Fächerstadt oder das Karlsruher Drogenkonzept sind einige Beispiele für herausragende Projekte, Initiativen oder Ereignisse, die eng mit dem Namen Gerhard Seiler verbunden sind.

Am Mittwoch (21. Oktober) feierte der frühere OB seinen 85. Geburtstag – und „seine Stadt“ gab ihrem Ehrenbürger dazu einen Empfang. Mit großem Bahnhof: Die weiteren Ehrenbürger Heinz Fenrich und Dieter Ludwig, Ehrenbürgerin Gerlinde Hämmerle, zahlreiche aktuelle wie ehemalige Bürgermeister und Mitglieder des Gemeinderats gehörten zur großen Schar der Gäste und Gratulanten in der FächerResidenz.

Zu Beginn der Feier dankte Seilers Nachfolger im Amt Heinz Fenrich als Vorsitzender des Vereins Wohnstift dem Jubilar für die „vorbildliche Arbeit“, die er als „genialer Ideengeber, Frontmann und Antreiber“ für den Wohnstift und dessen Erweiterung FächerResidenz geleistet habe.

In seiner Laudatio stellte OB Dr. Frank Mentrup vor allem den „in seiner Heimatstadt verwurzelten Karlsruher Gerhard Seiler“ in den Vordergrund. Mentrup warf dabei den Blick auf den in der Bevölkerung wie in der gesamten Stadtverwaltung geschätzten „OB zum Anfassen“, der mit „seinen Leuten“ auf allen Ebenen den direkten Kontakt suchte. Seiler habe sein Amt gelebt. Mentrup: „ein Karlsruher für Karlsruhe“.

Zu dem „aus tiefster Überzeugung fest verwurzelten Karlsruher“ habe gepasst, dass er in seiner Amtszeit, den Grundstein für eine „bis heute andauernde städtische Gedenkkultur gelegt habe, „in der die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen einen besonderen Stellenwert hat“. Darüber hinaus sei er als Boxer, Handballer, Radfahrer, Läufer und Basketballer dem Sport stets verbunden gewesen, den KSC habe er durch alle Höhen und Tiefen begleitet und im Jahr 2002 „in einer sehr schwarzen Stunde“ als kurzfristig eingesprungener Notpräsident gar vor Forderungen der Gläubigern gerettet.

„Karlsruher zu sein, ist kein Verdienst, sondern Fügung und Glück“, betonte Gerhard Seiler in seiner kurzen Replik. Und endete ganz auf seine Art „mit dem Abschiedsgruß des gebildeten Karlsruhers“. Einem einfachen „Adschee“. -trö-

 
 

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