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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Oktober 2015

Fußverkehr: Konkrete Ideen bei Check

ZWEITER CHECK IN DURLACH: Staatssekretärin Dr. Gisela Splett (Mitte) und EB Wolfram Jäger (2.v.r.) im Gespräch mit Bürgern. Foto: Knopf

ZWEITER CHECK IN DURLACH: Staatssekretärin Dr. Gisela Splett (Mitte) und EB Wolfram Jäger (2.v.r.) im Gespräch mit Bürgern. Foto: Knopf

 

Etliche Bürger, Vertreter der Stadt und Interessensgruppen fanden sich am Montag zum zweiten Fußverkehrs-Check vor dem Durlacher Bahnhof ein. Karlsruhe zählt zu 15 Kommunen, die im Land ausgewählt wurden, um eine bessere Infrastruktur für Passanten und attraktive Fußwege zu schaffen.

Themen wie Barrierefreiheit, Schulwegsicherung, Aufenthaltsqualität oder die sichere Querung von Hauptverkehrsstraßen standen dabei im Fokus. Begrüßt wurde die Gruppe von EB Wolfram Jäger.

„Karlsruhe ist als ÖPNV-Stadt international bekannt. Auch als Fahrradstadt hat Karlsruhe einen Namen. Die Fußgänger führten bisher ein Schattendasein. Dies soll sich nun ändern.“ Im Sinne einer stadtverträglichen Mobilität sei es der politische Wille, dem Fußverkehr mehr Bedeutung beizumessen. „Mit der systematischen Förderung des Fußverkehrs erhöhen wir die Sicherheit – vor allem für bisher benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Kinder und Senioren – und stärken die Lebensqualität“, unterstrich dies auch Staatsekretärin Dr. Gisela Splett.

In Durlach wurden ganz konkrete Punkte angesprochen. So wurde die Unübersichtlichkeit vor dem Bahnhof kritisiert. Es komme immer wieder zu Konfliktsituationen zwischen Parkplatz suchenden PKW-Fahrern und Fußgängern. Ein Zebrastreifen sei zu wenig, zudem wäre ein Tempolimit hilfreich. Im Umfeld der Pestalozzi-Schule wurden so genannte Gehweg-Nasen vorgeschlagen. Denn Kinder würden hinter den parkenden Autos beim Queren der Straße zu wenig wahrgenommen. Mädchen der Pestalozzi-Schule kritisierten zu lange Rotphasen der Ampeln ebenso wie zu geparkte Gehwege.

Der Platz vor der Post wurde als unübersichtlich empfunden, Passanten suchten sich immer wieder Pfade durch die Bodendecker-Bepflanzung. Ferner gebe es zu wenige Radabstellplätze. In der Pfinztalstraße wurden mehr Grün und stärkerer Alleencharakter gewünscht. Nach dem zweiten Fußverkehrs-Check werden die Vorschläge erörtert. Im November findet ein Abschlussworkshop mit Maßnahmenkatalog statt. -voko-

 
 

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