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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Oktober 2015

Holzernte: Bis ins Frühjahr

Tägliche Menge entspricht Masse der Pyramide / Große Maschinen besser als kleine

Seit Anfang Oktober und noch bis in den März laufen in den Wäldern rund um Karlsruhe Holzfällarbeiten. In Naturschutzgebieten endet die Holzernte bereits im Februar.

Auch wenn es wegen dieses kurzen Zeitraums aussieht, als wenn ständig Holz eingeschlagen würde, versichert das städtische Forstamt, dass nur soviel Holz geerntet wird wie nachwächst. Das haben externe Zertifizierer überprüft. Die in Karlsruher Wäldern täglich geerntete Menge entspricht gerade einmal der Masse der Pyramide. Die jährlichen Holzerntemengen sind damit ziemlich gleich, im Stadtwald rund 14.400 Kubikmeter, im Staatswald etwa 15.000 Kubikmeter. Diese nachhaltige Nutzung sichert dauerhaft den Erhalt des Waldes und seiner vielfältigen Funktionen.

Die Förster markieren die von den Forstwirten zu fällenden Bäume, meist nicht vitale, schwache, alte, und achten dabei auch darauf, ob beispielsweise die Höhle eines Schwarzspechts vorhanden ist. Der Baum wird dann ein so genannter Habitat-Baum, der stehenbleibt. Tote Bäume bleiben als stehendes Totholz erhalten. Damit genügend alte Bäume im Wald bleiben, setzt der Forst ein flächendeckendes Alt- und Totholzkonzept um.

Die Waldarbeit im Winter, so das Forstamt, schafft hohe Werte und erhält den Wald mit all seinen Funktionen für kommende Generationen. Das geerntete Holz steht am Beginn der Ressourcen schonenden Nutzung. Die stoffliche Nutzung von Holz als Baumaterial oder in der Verarbeitung zu Werkstoffen bindet das für den Klimawandel verantwortlich Kohlendioxid. Jeder Kubikmeter Fichtenholz etwa bindet so 825 Kilogramm CO2.

Sperrungen dringend beachten

Spaziergänger sollten einige Regeln dringend einhalten, um sich nicht selbst zu gefährden. So ist es unbedingt erforderlich, Absperrungen einzuhalten, die die Forstleute angelegt haben, auch wenn im Augenblick keine Erntegeräusche zu vernehmen sind. Das Forstamt empfiehlt dann auf alternativen Wegen Neues zu entdecken.

Für die Ernte nutzen die Forstleute große Maschinen. Sie sind für die Waldwege günstiger, weil sie entweder über drei oder vier Achsen oder sogar Raupen verfügen und so die Belastung der Forstwege geringer ist als bei kleinen Maschinen mit weniger Rädern. Beschädigungen entfernen die Forstleute in jedem Fall nach der Ernte. -red-

 
 

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