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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Oktober 2015

Planungsausschuss: Nahversorgung verbessern

Konzepte für Oberreut und Hohenwettersbach / Zustimmung für Fortführung der Bebauungsplanverfahren

In Oberreut und Hohenwettersbach muss die Einkaufssituation verbessert werden. Mit dem Stadtteilzentrum Oberreut und Nahversorgungszentrum in Hohenwettersbach schob der Planungsausschuss letzte Woche zwei Planverfahren erneut an, die ins Stocken geraten waren.

Das Gremium stimmte unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert zu, den Bebauungsplan „Oberreut, Änderung im Bereich Otto-Wels- und Rudolf-Breitscheid-Straße“ fortzuführen. Basis ist ein Rahmenplan für ein Stadtteilzentrum. Im nächsten Schritt soll unter anderem die Öffentlichkeit mit einer Bürgerversammlung beteiligt werden.

Die Absicht der Volkswohnung, Nahversorgung sowie weitere Funktionen in einem Stadtteilzentrum zu bündeln und dieses städtebaulich einzubetten, geht auf das Jahr 2009 zurück. Seitdem wurde das Konzept mehrfach aufgrund sich verändernder Rahmenbedingungen und Schwierigkeiten beim Grunderwerb geändert.

Neben einem Nahversorger in Kombination mit Wohnen an der Rudolf-Breitscheid-Straße sieht der ergänzende Wohnbauten sowie soziale Dienstleistungen vor. Er bezieht vorhandene Elemente als Nutzungsbausteine ein, etwa die Kindertagesstätte. Neben der Freiraumverbindung greift er Wegebeziehungen auf und wertet sie auf. Vorgesehen ist eine zweigeschossige Gewerbeeinheit, die übrigen Neubauten sind bis sechsgeschossig. Der Ausschuss stimmte dem Rahmenplan einstimmig zu. Anliegen war ein verdichtetes Bauen, weshalb im Planverfahren nochmals die Höhenentwicklung betrachtet werden soll. Gleiches gilt für die Fuß- und Radwege aus südlicher Richtung zum Zentrum.

Dass die Einkaufsmöglichkeit in Hohenwettersbach verbessert werden muss, ist unstrittig. Der Discounter „Treff 3000“ in der Spitalstraße am Ortsausgang muss sich jedoch in eine sensible landschaftliche Situation einfügen. Seit 2013 hat dies zu mehreren Planungsrunden im Ausschuss sowie zur Diskussion im Gestaltungsbeirat geführt.

Die jetzige Planung trägt der Ausschuss nun mehrheitlich als Kompromiss zwischen gewünschter Nahversorgung und städtebaulichen Auswirkungen mit. Das Grundstück soll nur noch 40 Zentimeter (anstelle der ursprünglich vorgesehenen 80 Zentimeter) in den Hang eingegraben werden. Der Markt erhält eine städtebaulich wirksame Dachbegrünung. Im nächsten Schritt steht unter anderem eine Bürgerversammlung an. -rie-

 
 

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