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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Oktober 2015

Städtisches Klinikum: Neubau für Apotheke und Hygiene

FÜNF SCHLÄGE ZUR SICHERHEIT: OB Dr. Mentrup, Sozialministerin Altpeter und Architektin Wörner (Mitte) besiegelten mit Klinikums-Verantwortlichen und Projektleiter Riester (rechts) den Bau. Foto: Fränkle

FÜNF SCHLÄGE ZUR SICHERHEIT: OB Dr. Mentrup, Sozialministerin Altpeter und Architektin Wörner (Mitte) besiegelten mit Klinikums-Verantwortlichen und Projektleiter Riester (rechts) den Bau. Foto: Fränkle

 

Zeitung, Pläne und Münzen im Grundstein für "Haus I" / Baukosten 49,3 Millionen Euro / Land trägt Löwenanteil

Der Anfang ist gemacht. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Sozialministerin Katrin Altpeter, die Architektin Petra Wörner und Vertreter des Klinikums legten vor einer Woche den Grundstein für das erste Haus, das im Zuge der Erneuerungsarbeiten im Städtischen Klinikum Karlsruhe errichtet wird. Die Anleitung bot Projektleiter Markus Riester.

Riester forderte die „Steinleger“ auf, mit je drei herzhaften Hammerschlägen auf einen Teil eines Pfeilers den Baubeginn von „Haus I“ zu besiegeln und eine Ausgabe vom Tage der BNN und 843 Münzen – für jeden der geplanten Bautage – sowie eine Ausfertigung der aktuellen Baupläne einzumauern.

Dass die drei Schläge zunächst gleich nach Riesters erster Aufforderung erfolgten, war nicht weiter tragisch. So gab es eben nach zwei weiteren Aufforderungen und jeweils einem Schlag, insgesamt fünf – und der Deckel saß entsprechend noch sicherer auf dem Grundstein. Klinikumsgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Jürgen Hennes und Riester hatten diese Platte zuvor über den Hohlraum gehievt, in dem die Kapsel mit den Inhalten liegt. Die mit der Inschrift „Grundsteinlegung Haus I 16.10.2015“ versehenen Hämmer durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitnehmen.

Haus I entsteht im Wirtschaftsbereich des Klinikums anstelle des abgebrochenen Hauses O, in dem Dr. Mentrup als Klinikumsarzt seinerzeit sein winzig kleines Arztzimmer hatte. Der Neubau, Haus I, wird nach seiner Fertigstellung der Klinikapotheke und der Abteilung für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Klinikums eine neue Heimat bieten. Beide Institute sind für den Betrieb des Klinikums von großer Bedeutung.

Die derzeit veranschlagten Baukosten für das fünfgeschossige Haus mit 3801 Quadratmetern Nutzfläche liegen bei 49,3 Millionen Euro. Das Land beteiligt sich mit einem Zuschuss in Höhe von 43,7 Millionen Euro. OB Dr. Mentrup freute sich über diese Zuwendung, ohne die es für die Stadt Karlsruhe und das Klinikum nicht möglich wäre, die Neubauten zu stemmen. Es sei gut zu wissen, dass die Landesregierung zu ihrer Verantwortung stehe, die Krankenhäuser im Land zu fördern. Sie sei damit auch verlässlicher Partner des größten Klinikums in der Region Mittlerer Oberrhein.

Schwäbin mit Geld willkommen

Ministerin Altpeter berichtete davon, dass ein Nebensteher zuvor bemerkt habe, zu so einem Termin seien sogar Schwaben willkommen. Ihre launische Antwort war, Schwaben seien immer willkommen, wenn sie Geld mitbrächten. Sie betonte den hohen Standard der wohnortnahen Versorgung der Bevölkerung, den das Klinikum mit seinen Neubauvorhaben auch in Zukunft gewährleisten könne.

Ministerin Altpeter sagte zu, dass auch die weiteren vorgesehenen Baumaßnahmen im Klinikum – insbesondere der zentrale Betten- und Notfallaufnahmekomplex „Haus M“ – weiterhin vom Land bezuschusst würden. Bei einem einmal angefangenen Projekt bleibe das Land nicht auf halbem Wege stehen.

Haus I, so der ärztliche Geschäftsführer Prof. Hennes, werde nach etwa zwei Jahren Bauzeit Ende 2017 bezogen werden können. Dann laufen auch bereits die Bauarbeiten für Haus M. Denn die Entwurfsplanungen sollen Ende dieses Jahres fertig gestellt sein. Die Grundsteinlegung ist dann für Ende 2016 vorgesehen. Die Bauten stellten ein Bekenntnis zur Zukunft des kommunalen Krankenhauses dar und seien ein Signal des Aufbruchs für das Städtische Klinikum. -erg-

 
 

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