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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 23. Oktober 2015

Zoologischer Stadtgarten. Farbenfrohe Loris und flinke Degus im Exotenhaus

OBST GEFÄLLIG:  Ein Tierpfleger bietet den beiden Loris Früchte an. Foto: Fränkle

OBST GEFÄLLIG: Ein Tierpfleger bietet den beiden Loris Früchte an. Foto: Fränkle

AUSTRALISCHE LUNGENFISCHE sind sehr stark gefährdet. Sie haben neben Kiemen auch Luftatmungsorgane. Foto: Fränkle

AUSTRALISCHE LUNGENFISCHE sind sehr stark gefährdet. Sie haben neben Kiemen auch Luftatmungsorgane. Foto: Fränkle

 

Lungenfische im Großaquarium

Die Sonnensittiche im Exotenhaus haben „Konkurrenz“ bekommen: Farbenfrohe Loris bereichern seit wenigen Tagen die Tierwelt der großen Halle. Die beiden männlichen Neukaledonien-Lori und das Forsten-Lori-Pärchen aus dem Loro Park Teneriffa durften letzte Woche nach der Quarantänezeit erstmals ausfliegen.

Der Lori-Schwarm wird noch anwachsen: „Wir werden weitere vier Lori in zwei Arten von einem Züchter bekommen“, so Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt.

Für die Papageien wurde die Futterküche um spezielles Lori-Futter, ein Pulver aus Nektar und Pollen, ergänzt. Loris fressen aber auch sehr weiche Früchte wie Mangos.

Zu viel „bedient“ hat sich das Hammerkopf-Paar bei den Pflanzen. Für ihren Nestbau hatten sie ausgesprochen fleißig jedes Grün ausgezupft, das ihnen geeignet schien. Damit das Grün sich in nächster Zeit ungestörter entwickeln kann, wurden die beiden Vögel vorübergehend an den Vogelpark Linkenheim abgegeben.

Mit dem Lebensraum Exotenhaus sammelt das Gartenbauamt seit Sommer seine Erfahrungen. So haben Pflanzen einen schweren Stand, die sich ausfasern oder leicht entlauben lassen und den Tieren entweder schmecken oder geeignet sind als Nistmaterial. Hierzu zählen etwa Hängekakteen, Geweihfarn oder Zyperngras. Bewährt haben sich Zwergpfeffer, Gelbwurz oder Pfeilblatt.

Die tierischen Bewohner der ersten „Besiedelungsrunden“ haben mittlerweile "ihr" Exotenhaus sehr gut angenommen. Bei rund 2.000 Tieren in fast 100 Arten wird es jedoch immer wieder Veränderungen geben. Weil nachgesteuert werden muss, wie im Falle der Hammerköpfe, oder weitere Tiere integriert werden. Spannend dürfte es werden, wenn die vierköpfige Sakiaffen-Familie in der großen Halle das Astwerk erobert. Das Elternpaar mit seinem Nachwuchs befindet sich derzeit in der „Quarantäne-Warteschleife“.

Gewichtiger Zuwachs wird für die Schildkröten-WG erwartet. Zu Seychellen-Riesenschildkröten, Panther- sowie Strahlenschildkröten gesellen sich zwei Seychellen-Riesenschildkröten aus dem Zoo Heidelberg. Mit etwas Glück kann man seit kurzem die beiden Australischen Lungenfische beobachten, die eher geschützte Bereiche bevorzugen. Ganz anders die acht Degu. Die kleinen Nager im Gehege der Springtamarine und Agutis kommen zur Freude der Kinder auch oft direkt an die Scheibe. -rie-

 
 

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