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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Oktober 2015

Alter Flugplatz: Tiere mit viel Spaß bei der Arbeit

ALLES BESTENS: Vom guten Zustand der Esel und der Weide-flächen überzeugten sich Bürger-meister Klaus Stapf (links) und Tierhalter Fritz Gruber auf dem Alten Flugplatz. Foto: Fränkle

ALLES BESTENS: Vom guten Zustand der Esel und der Weide-flächen überzeugten sich Bürger-meister Klaus Stapf (links) und Tierhalter Fritz Gruber auf dem Alten Flugplatz. Foto: Fränkle

 

Esel, Ziegen und Schafe erfolgreich im Weideeinsatz

Ganze 69 Hektar groß ist das Gelände des ehemaligen Exerzier- und späteren Militärflugplatzes, das als „FFH-Gebiet Alter Fluplatz“ seit fünf Jahren unter Naturschutz steht. Besonders die enormen Grasflächen mit ihrer Bedeutung für die Vogelwelt führte zu Unterschutzstellung durch das Regierungspräsidium, das die Pflege der Flächen finanziert, die Regie dafür aber der Stadt übertragen hat.

Seit März sind dabei auf einer 15 Hektar großen Teilfläche im Norden auch acht Esel, 26 Schafe und drei Ziegen von Fritz Gruber vom Storchenhof in Dettenheim im Einsatz. Und dies sehr erfolgreich, wie sich bei einem Vor-Ort-Termin in der letzten Woche zeigte. „Flora und Fauna haben von der Unterschutzstellung profitiert. Besondere Pflege ist aber notwendig, um den Hecken- und Strauchbewuchs einzuschränken, wobei sich die Beweidung mit Tieren als probates Mittel erwiesen hat“, stellte Bürgermeister Klaus Stapf fest: „Wer hat schon eine Weide mitten in der Stadt vorzuweisen?“

Die Tiere seien zudem so besonders attraktiv für das Gebiet, in dem Naturschutz und Naherholung unter einen Hut gebracht werden. „Durch die unterschiedlichen Weidetiere ist es gelungen, auch die sich ausbreitenden Gehölze zurückzudrängen“, sieht Ulrike Rhode vom städtischen Umwelt- und Arbeitsschutz die Ziele des Managementplans für das Gebiet voll erfüllt. Die Beweidung könne ausgeweitet und auch im Winter fortgesetzt werden.

„Die Tiere bekommen von uns ausreichend Wasser und Mineralien; ansonsten brauchen sie nichts“, versichert Gruber. Auch aus Angst vor Krankheiten bittet er darum, die genügsamen Vierbeiner weiterhin nicht zu füttern.

Unterstützung bei der Pflege- und Flächenerhaltung erhalten die Weidetiere jetzt im Herbst durch Arbeitseinsätze der Arbeitsförderungsbetriebe. Dabei werden größere Trauben-Kirschen am Eingang an der Haltestelle Kurt-Schumacher-Straße entfernt und die Leiteinrichtungen an den Wegen erneuert. Tatkräftige Hilfe leisten ferner Schülerinnen und Schüler der Marylandschule, der Hebel–Grundschule und der Merkurakademie. Sie entfernen im Rahmen des Projekts „Schüler erleben Naturschutz“ Gehölze wie Brombeeren und Trauben-Kirschen und rechen Moos ab. -fis-

 
 

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