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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Oktober 2015

Kultur: Mobbing auf lustig

DIE KINDERJURY der Südendschule erkannte der Produktion „Einschwein“ den städtischen Kinderhörspielpreis zu. Foto: Fränkle

DIE KINDERJURY der Südendschule erkannte der Produktion „Einschwein“ den städtischen Kinderhörspielpreis zu. Foto: Fränkle

 

Kinderhörspielpreis der Stadt für „Einschwein“

Emmi hat sich zu ihrem zehnten Geburtstag ein Einhorn gewünscht. Damit würde alles leichter, die anderen würden sie nicht mehr ärgern, und sie wäre beliebter. Statt eines Einhorns steht allerdings ein Einschwein vor der Tür. Rosa, dick und tapsig.

Es grunzt und nichts ist vor ihm sicher. Was also tun? Die 23 Mädchen und Jungen der Klasse 4s der Südendschule wussten, was zu tun ist. Ganz klar. Aus acht Einreichungen wählten sie das Hörspiel „Einschwein“ von Anna Böhm, eine Produktion von Deutschlandradio Kultur, an die Spitze und erkannten ihm den mit 2.000 Euro dotierten Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe zu.

Verliehen wird die seit 2006 vergebene Auszeichnung im Rahmen der ARD-Hörspieltage vom 11 bis 15. November im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM). 40 Stimmen konnte das „Einschwein“ auf sich vereinen, gefolgt von immerhin 36 für den hr-Beitrag „Frau Fledder und Herr Zitrone“. Wann sie die Stücke denn gehört hätten, fragte Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche als offizieller Gast der Jurysitzung am Dienstag im Haus Solms. Während des Unterrichts, so die Antwort.

Wer wollte, hätte dabei häkeln dürfen. Hinterher habe man die Augen geschlossen, über das Gehörte gesprochen, Punkte vergeben und das Votum anonym in Umschläge gesteckt. Besonders gefallen haben Lina an „Einschwein“ die Sprecher, „die waren gut“. Moritz meinte, „ein trauriges Thema“ sei „gut verpackt“ worden, und Sophie mochte die „lustigen Sprüche“. David fühlte sich „wie in einer anderen Welt“ beim Hören und fand gut, dass „aus Mobbing ein Spaß“ wurde. -maf-

 
 

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