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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Oktober 2015

Nahverkehr: Vorreiter bei Jobtickets

Zuschüsse für Landesbedienstete / Verbünde geben Rabatt

Baden-Württemberg ist Vorreiter für alle 16 Bundesländer in Sachen Jobticket für seine Bediensteten. Die 22 Verkehrsverbünde im Land und die DB-AG haben eine Vereinbarung mit der Landesregierung unterzeichnet. Die Beschäftigten des Landes in den einzelnen Verbund-Bezirken bekommen auf die Jahreskarten der Verbünde einen Rabatt von zwölf Prozent. Das Land schießt für diejenigen, die das Angebot nutzen, monatlich weitere 20 Euro zu.

Verkehrsminister Winfried Hermann war zur Unterzeichnung der Verträge eigens nach Karlsruhe gekommen, um mit den Vertretungen der Verbünde das Abkommen zu besiegeln. Für den KVV hat Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon unterzeichnet, weitere Verbünde haben ihre jeweiligen Einzelverträge mit dem Land unterschrieben. Karlsruhe war Schauplatz der Zeremonie, weil zuvor die Landesgruppe Baden-Württemberg des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen hier ihre Tagung abgehalten hatte

Im Bereich des KVV, erklärte Pischon, gibt es bereits rund 3.000 Inhaberinnen und Inhaber von durch die Arbeitgeber geförderten Jobtickets. Beispielsweise von der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und der Volkswohnung, aber auch von großen Privatunternehmen wie der EnBW, Siemens, dem KIT oder dm. Ab Mitte nächsten Jahres können sich auch Kleinunternehmen beteiligen. Pischon hofft, die Zahl mit dem neuen Landesangebot verdoppeln zu können.

Für Minister Hermann hilft das neue Angebot, die Anzahl der ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer deutlich zu verbessern und so die Umwelt zu entlasten. Er rechnet damit, dass von den etwa 230.000 Landesbeschäftigten mindestens 60.000 die Möglichkeit wahrnehmen, ab dem 1. Januar 2016 das Landes-Jobticket zu nutzen. Im Haushalt stehen dafür 15 Millionen Euro zur Verfügung, die Hermann möglichst voll ausschöpfen will. Auf drei Waben gerechnet, spart ein Landesbediensteter im KVV jährlich rund 430 Euro ein. -erg-

 
 

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