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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Oktober 2015

Radverkehr: Autos sind nur zu Gast

2.095 RADLER und 1.581 Kfz wurden von 6 bis 20 Uhr in der Bahnhofstraße gezählt. Basis ihres neuen Status‘ Radstraße. Foto: Fränkle

2.095 RADLER und 1.581 Kfz wurden von 6 bis 20 Uhr in der Bahnhofstraße gezählt. Basis ihres neuen Status‘ Radstraße. Foto: Fränkle

 

Bahnhofstraße Fahrradstraße / Insgesamt elf neue Radstraßen

„Prima“, lautete der erfreute Kommentar eines Radlers, als in der Bahnhofstraße das Piktogramm „Fahrradstraße“ angebracht wurde. Die Bahnhofstraße zwischen Bahnhofplatz und Beiertheimer Allee ist die erste von elf Straßen, die bis Frühjahr 2016 neu als Radstraße ausgeschildert werden.

Dort ist der Radverkehr vorherrschende Verkehrsart. „Radstraßen sind ein Baustein im 2005 vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Radförderprogramm“, betonte Erster Bürgermeister Wolfram Jäger vorigen Freitag in der Bahnhofstraße.

Rund 20 Straßen hatte die Verwaltung auf ihre Eignung als Fahrradstraße geprüft. Attestiert wurde sie letztlich Gutsch-, Sophien- (zwischen Leopold- und Karlstraße) und Hirschstraße (zwischen Sophien- und Kriegsstraße). Gleiches gilt für Garten- (zwischen Karl- und Mathystraße), Seminar-, Bismarck- und Hoffstraße sowie Nördliche Hildapromenade, Knielinger Allee (westlich Adenauerring) und Hagsfelder Allee, wo die bestehende Radstraße bis Klosterweg verlängert wird.

Als nicht geeignet erwiesen sich unter anderem: Erbprinzenstraße östlich Lammstraße (erhöhter Baustellenverkehr), Klosterweg (unter anderem aufgrund von Linienbusverkehr), Sophienstraße zwischen Moninger- und Leopoldstraße (hoher Anteil gebietsfremder Kfz) und wegen Fußgängerbelangen die südliche Waldstraße.

Anwohner werden über die Einführung der Fahrradstraße vor ihrer Haustür informiert. Bei zwei Punkten hakten Bewohner der Bahnhofstraße beim Stadtplanungsamt noch einmal nach: Zum einen ließ man sich bestätigen, dass in Radstraßen nicht etwa automatisch Vorfahrt, sondern die allgemeine Grundregel rechts vor links gilt. Zum anderen war Anliegen, festzuhalten, dass sich Taxi- wie auch andere Auto- oder Lastwagenfahrer in ihrem Fahrverhalten ebenfalls am Radverkehr orientieren müssen.

„Autos sind in der Fahrradstraße Gast“, so EB Jäger. Autofahrende dürfen die Radfahrenden nur noch ausnahmsweise überholen. Höchstens zulässig sind 30 Stundenkilometer. Radfahrende dürfen auch nebeneinander radeln. Das allgemeine Rücksichtsgebot bedeute aber auch, erklärte Jäger, dass Radfahrende nicht absichtlich andere behindern dürfen. -rie-

 
 

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