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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Oktober 2015

Soziales: Beschwerdestelle Psychiatrie wird 15

Seit 15 Jahren existiert die Beschwerdestelle Psychiatrie in Karlsruhe bereits. Seit dem Inkrafttreten des Psychisch-Kranke-Hilfe-Gesetzes am 1. Januar 2015 heißt sie Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle (IBB).

„Wir sind eine neutrale Stelle, die völlig unabhängig und nicht weisungsgebunden ist“, betonte die Vorsitzende Irmgard Maatz die Bedeutung der IBB. Sie hilft Menschen, die sich in psychiatrischer Behandlung befinden oder befanden und deren Angehörigen, etwaige Konfliktsituationen zu lösen.

Das Gremium der Beschwerdestelle setzt sich aus zehn ehrenamtlichen Mitgliedern unterschiedlicher Gruppen zusammen. Personen aus dem Bereich der Betroffenen, der Angehörigen, Fachkräfte und engagierte Bürgerinnen und Bürger helfen den Menschen, die zur IBB kommen, ihre Probleme zu lösen. „Wir müssen immer zuerst herausfinden, ob es sich wirklich um eine Beschwerde handelt. Manchmal hilft auch eine Beratung“, erklärte der Vorsitzende Dr. Ulrich Kling. Maatz ergänzte: „Das Anhören und die Zeit, die man den Betroffenen oder deren Angehörigen schenkt, entlastet sie sehr.“ Die Beschwerden, pro Jahr zwischen 40 und 45, reichen von der Medikation bis zum zwischenmenschlichen Umgang.

Durch das neue Gesetz, welches die Patientenrechte stärken soll, ändert sich in Karlsruhe laut der städtischen Psychiatriekoordinatorin Marion Schuchardt nicht viel, da „wir die Strukturen bereits alle haben“. Lediglich ein Patientenfürsprecher muss benannt werden, der integratives Mitglied der IBB sein soll. Diesen muss der Gemeinderat noch benennen. -jäm-

 
 

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