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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Oktober 2015

Wettbewerb: Entwurf stärkt Ort und Charakter

Planungen zur Erweiterung der Draisschule generieren Ideallösung

Die Preisrichter eruierten unstrittig einen klaren Favoriten, auch die Nutzer blicken freudig voraus. Die ermunterten Zweitplatzierten gratulierten dem ersten Preisträger ehrlich, und beide anwesenden Architekturbüros lobten die Präsentation der Konzepte durch das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW).

Im früheren Kühlhaus des Schlachthofareals fand der Planungswettbewerb zur Erweiterung der Mühlburger Drais-Grund- und Gemeinschaftsschule somit einen würdigen vorläufigen Abschluss.

Die Stuttgarter OHO Architekten werden im Zuge der Vertragsgespräche mit den Preisträgern (Ettlinger Planfabrik SPS und pbr Planungsbüro Rohling AG aus Braunschweig auf zwei und drei) bei an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit der Planung beauftragt. Vor allem für den auszuweitenden Ganztagsbetrieb herrscht große Platznachfrage, was zwingend Maßnahmen erfordert. Der OHO-Entwurf steht aber den Anforderungen gemäß für mehr als das: Er kann der Draisschule prägnanten Campus-Charakter mit „Adressbildung, etwa durch Konzentration auf einen großen Zugang“ verleihen, so HGW-Leiterin Anne Sick – Prinzip: „Wir wollen die Orte stärken und nicht schwächen. Die Struktur muss gut und robust sein.“ Bürgermeister Michael Obert sieht wie die „eine grundsätzlich schlüssige Lösung“ konstatierende Jury insgesamt beste Voraussetzungen ohne „geringsten Zweifel“ gegeben: bei „schwierigem Gelände“ und einzubindender Nachbarschaft. Nach einer Etat-Billigung könnte Eröffnung spätestens 2020 für dann insgesamt knapp 1000 Schüler erfolgen.

Treppe von der einen und völlige Barrierefreiheit aufzeigende Rampe von der anderen Seite führen zum horizontal angelegten Hauptzugang. Der lichtdurchflutete Korridor verbindet die Erweiterung der Grundschule, deren Bestandsfassade aus den Fünfzigern modernisiert wird, und die der Gemeinschaftsschule mit Mesa/Aula, Werkräumen und Lesehof. Dieser ist durch den Karreebau geschützt, soll Entspannung und Bewegung zwischen Bäumen bereiten. Energieeffizienz und Technik sind durch Amts-Vorbereitung und OHO-Entwurf weithin gesichert. Optimierungsbedarf hat etwa die Belüftung.

Konzepte und Modelle der ersten drei Ränge, dreier vierter Anerkennungs-Ränge und die acht weiteren sind täglich außer am geschlossenen Montag von 12 bis 18 Uhr noch bis Donnerstag, 5. November, da 14 bis 20 Uhr, offen zu begutachten: Alter Schlachthof 11 c. -mab-

 
 

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