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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. Oktober 2015

Zukunftsstadt: Alleen, Apps und mehr Brücken

STADT DER ZUKUNFT: Auch der Bürgerverein Knielingen konnte seine Visionen einbringen. Die Protokolle sind im Netz zu finden auf www.karlsruhe.de/Zukunftsstadt. Foto: Zukunftsstadt-Team

STADT DER ZUKUNFT: Auch der Bürgerverein Knielingen konnte seine Visionen einbringen. Die Protokolle sind im Netz zu finden auf www.karlsruhe.de/Zukunftsstadt. Foto: Zukunftsstadt-Team

 

Treffen mit Bürgervereinen

„SmartQuarterVision KA 2030+“ – mit diesem Projekt nimmt Karlsruhe am Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesforschungsministeriums teil. In der ersten Phase dieses bundesweiten Wettbewerbs entwickelt das Zukunftsstadt-Team Karlsruhe gemeinsam mit Bürgerschaft und Stadtteilakteuren jeweils eine Vision für die Stadtteile Mühlburg und Knielingen, wobei die entwickelten Handlungsansätze auf andere Stadtteile übertragbar sein sollen.

Zum Prozess der Visionsentwicklung zählen auch Gespräche mit spezifischen Bevölkerungsgruppen sowie zwei große Visionswerkstätten für die gesamte Bürgerschaft in Knielingen und Mühlburg am 5. und 12. Dezember. Die Treffen mit den Bürgervereinen der beiden Stadtteile haben bereits im September und Oktober stattgefunden. Für Vertreter und Vertreterinnen des Bürgervereins Knielingen zählt zur Zukunftsvision ihres Stadtteils, dass kein Durchgangsverkehr mehr herrscht (neue Lösungen für die Südtangente), dass es zusätzliche Brücken am Rheinufer für Fußgänger und Radfahrer gibt, dass Straßen Magnetstreifen für selbstfahrende Autos haben oder dass sich der Autobestand um 70 Prozent verringert und Straßen so zu Alleen werden können. Außerdem wünschen sich die Teilnehmer des Gesprächs beispielsweise den Rückbau und die Renaturierung des MiRO-Geländes, Solaranlagen für alle Gebäude in Knielingen sowie ein großes Bürgerzentrum.

Im Mühlburg der Zukunft spielt die Nahversorgung eine wichtige Rolle. So schlugen die Mitglieder des dortigen Bürgervereins beispielsweise vor, dass sich lokale Geschäfte auf einer Internet-Plattform für Bestellungen und Lieferservice zusammenschließen. Und um die Geschichte des Stadtteils sichtbar zu machen, könnte eine App entwickelt werden, mit deren Hilfe man sehen kann, wie bestimmte Orte im Stadtteil früher ausgesehen haben. Mühlburg könnte Testgebiet für Elektrofahrzeuge oder selbstfahrende Fahrzeuge werden sowie ein interaktives Verkehrsleitsystem erhalten. Und eine App für die Parkplatzsuche wäre auch nicht schlecht. Außerdem ist es dem Bürgerverein wichtig, günstigen Wohnraum zu erhalten. -res-

 
 

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