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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. November 2015

Kultur: Was hinter Studiotüren passiert

SCHALLTOT ODER LEBENDIG: Das schräge Stück von Hermann Bohlen mit dem Schauspieler Gustav Peter Wöhler in der Hauptrolle gibt im Medientheater Antwort auf die Frage, wie Hörspiele entstehen. Foto: pr

SCHALLTOT ODER LEBENDIG: Das schräge Stück von Hermann Bohlen mit dem Schauspieler Gustav Peter Wöhler in der Hauptrolle gibt im Medientheater Antwort auf die Frage, wie Hörspiele entstehen. Foto: pr

JOHANNA BORCHERT ist Preisträgerin des ECHO Jazz. Foto: pr

JOHANNA BORCHERT ist Preisträgerin des ECHO Jazz. Foto: pr

 

ARD-Hörspieltage vom 11. bis 15. November im ZKM / ORF und SRF sind neu dabei

Das gehört gehört – der abgewandelte Werbeslogan für SWR1 passt auch zu den 12. ARD-Hörspieltagen vom 11. bis 15. November im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM).

Mit Live-Inszenierungen, Hörspielvorführungen, Klanginstallationen, Konzerten, den Hörspielnächten, der „Nacht der Gewinner“ und dem Kinderhörspieltag haben sie sich als Deutschlands größtes Festival für Hörspiel und Sound Art etabliert. Erstmals als Partnersender mit von der Partie sind ORF und SRF. Folglich erhöht sich die Zahl der Beiträge, die während des Festivals bei öffentlichen Jurysitzungen um den Hörspielpreis der ARD konkurrieren, auf ein Dutzend.

Allemal hörenswert sind das Live-Hörspiel „Schalltot oder lebendig“ mit Gustav Peter Wöhler (12. November, 21 Uhr), das St. Petersburger Terem-Quartett und Jazzpreisträgerin Johanna Borchert (13. November, 21 und 23 Uhr), Geschichten um das Schweizer „Schreckmümpfeli“ (14. November, 18 Uhr) sowie am 15. November beim sonntäglichen Kindertag von 10 bis 17 Uhr „Münchhausens Abenteuer“. Premiere hat in Karlsruhe mit der gläsernen Hörspiel-Box im ZKM-Foyer eine neue Form der Interaktion. Sozusagen assistiert von Sprechern wie Zeus & Wirbitzky, Pierre M. Krause und Jens Wawrczeck werden Gäste zu Produzenten. Um die Wurst geht es bei der HfG. Auf der Speisekarte ihres Currywurstwagens vor dem ZKM-Kubus stehen Klangwürste und Soundhack-Stücke, aber auch tatsächlich Essbares.

Die Hörspieltage hielten direkten Kontakt zum Publikum, das macht für Ulrike Toma deren Reiz aus. Besucher erführen in einer Art „Guckloch-Effekt“, so die Leiterin Radiokunst bei NDR Kultur während der Pressekonferenz, was sonst nur hinter verschlossenen Studiotüren geschehe, könnten „das Geheimnis entschlüsseln“. Das Live-Hörspiel boomt. Comedian Bastian Pastewka etwa tourt als Detektiv Paul Temple durch die Lande. Hörspiel könne eben „auch Theater“. Etwas abgespeckt und „nicht mit der ganzen Maschinerie“, aber dennoch „überraschend perfekt“, meinte Projektleiter und SWR2-Hörspielchef Ekkehard Skoruppa.

Einige Veranstaltungen des bis auf den Auftritt des Terem-Quartetts kostenlosen Festivals können per Live-Stream verfolgt werden. Auf radio.ARD.de gibt es die Möglichkeit, Stücke herunterzuladen oder nachzuhören und beim „Online Award“ per Klick den Gewinner des Publikumspreises zu bestimmen.

Die Nacht der Gewinner

Höhepunkt der Hörspieltage ist die „Nacht der Gewinner“ am Samstag, 14. November, ab 21 Uhr. Mit Spannung werden dabei die mit 13.500 Euro dotierten Auszeichnungen in fünf Wettbewerben erwartet. Vergeben werden der „Deutsche Hörspielpreis der ARD“, der „ARD Online Award“, „ARD PiNball“, der „Deutsche Kinderhörspielpreis“ und der „Kinderhörspielpreis der Stadt Karlsruhe“. Auf radio.ARD.de gibt es einen Live-Stream, außerdem wird die Feier ins ZKM-Foyer übertragen. Die Musik kommt von der französischen Band Electro Deluxe. -maf-

 
 

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