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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. November 2015

Umwelt: Es geht auch ohne Plastiktüten

ALTERNATIVEN zu Plastiktüten bietet das Ehepaar  Behrens in seinem Edeka-Markt im Waldstadtzentrum den Kunden. Foto: Fränkle

ALTERNATIVEN zu Plastiktüten bietet das Ehepaar Behrens in seinem Edeka-Markt im Waldstadtzentrum den Kunden. Foto: Fränkle

 

EU schränkt Verbrauch drastisch ein / Alternativen auf städtischer Internetseite

Die EU will es, die Stadt auch, und immer mehr Menschen wollen es: den Verbrauch von Plastiktüten drastisch einschränken.

Unzerstörbar belasten die Ressourcenverschwender als schwimmende Teppiche die Meere – bis hin zum qualvollen Sterben ihrer Bewohner. Mit 70 Einkaufstüten jährlich pro Kopf zählt Deutschland europaweit zu den negativen Spitzenreitern. Ein EU-Ziel ist die Reduzierung auf 40 solcher Tüten bis 2025. Wie es erreicht werden soll, bleibt jedem Land selbst überlassen. Etwa durch Tütengebühren, Pfand oder ein grundsätzliches Verbot.

Welche Alternativen es vor Ort gibt, hat der Leiter des städtischen Umwelt- und Arbeitsschutzes, Norbert Hacker, diese Woche im Edeka-Markt im Waldstadtzentrum den Medien vorgestellt. Dessen Betreiber, das Ehepaar Behrens, sind für ihn ein „leuchtendes Beispiel“. Andreas Behrens: „Wir wollen im nächsten Jahr eine endgültige Entscheidung fällen. Derzeit bieten wir unseren Kunden für Obst und Gemüse Papier und Plastik, in der Bedienabteilung Papier, außerdem Stofftaschen und Go-Bags.“

Letztere sind quasi die Weiterentwicklung der in den neunziger Jahren propagierten Wecksäckle - nun vor allem fürs Verpacken am Obst- und Gemüsestand gedacht. Sie sollen die für die Natur hochgefährlichen, dünnen Einweg-Plastiktüten ersetzen. Genäht werden die Go-Bags aus ugandischen Baumwollstoffen in den Hagsfelder Werkstätten, so Initiatorin Cornelia Riedlin.

Mit ihrer Kampagne „Geht´s auch ohne?“ will die Stadt noch mehr Einzelhändler dazu bewegen, den Plastiktütenverbrauch zu reduzieren und ihren Kunden an der Kasse die Frage zu stellen, ob die Tüte nicht wegbleiben kann. Außerdem „sammeln wir alle kreative Ideen“ kündigte Hacker an. Sie alle sind samt Infos im Internet unter www.karlsruhe.de/b4/buergerdienste/abfall/abfallvermeidung zu finden. -cal-

 
 

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