Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. November 2015

Gedenken Reichspogromnacht: Alljährliche Mahnwache

MAHNUNG für Opfer und Zerstörung der Pogromnacht 1938 und ihrer Folgen: Zehntklässler der Realschule Neureut. Foto: Fränkle

MAHNUNG für Opfer und Zerstörung der Pogromnacht 1938 und ihrer Folgen: Zehntklässler der Realschule Neureut. Foto: Fränkle

 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a der Realschule Neureut haben das Transparent mit Artikel eins des Grundgesetzes mit einem gelben Judenstern versehen.

Die jungen Leute waren in diesem Jahr verantwortlich für die Mahnwache in der Kronenstraße, wo bis zum 9. November 1938 die liberale Karlsruher Synagoge stand, bevor sie in der so genannten Reichspogromnacht geschändet und später auf Kosten der Gemeinde abgerissen wurde. Alljährlich halten hier andere Jugendliche Mahnwache.

Sie nehmen sich auch eines bestimmten Themas an und stellen ihre Recherchen dazu aus. Diesmal ging es vornehmlich um jüdische Fußballspieler. Zu lesen waren neben anderen die Lebensdaten von Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Die KFV-Kicker sind bis heute die einzigen jüdischen deutschen Auswahlspieler. OB Dr. Frank Mentrup bedankte sich für den Einsatz der Schüler, Rabbiner Arie Folger sprach das Gedenkgebet und der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, David Seldner, das Kaddisch für die Ermordeten. -erg-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe