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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. November 2015

Magistrale für Europa: „Wir wollen den raschen Ausbau“

DIE LÜCKEN SCHLIESSEN forderte die Initiative "Magistrale für Europa" in ihrer Ulmer Resolution. Foto: Fränkle

DIE LÜCKEN SCHLIESSEN forderte die Initiative "Magistrale für Europa" in ihrer Ulmer Resolution. Foto: Fränkle

 

Ulmer Resolution verabschiedet / Mentrup betont Wichtigkeit, Lücken zu schließen / Hauptversammlung der Initiative

Die internationale Initiative „Magistrale für Europa“ unter Vorsitz von Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hat im Zuge ihrer Hauptversammlung am 6. November die „Ulmer Resolution“ verabschiedet.

Darin fordert sie Ausbau und Verbesserung verschiedener Abschnitte im deutschen Schienennetz, die auf der Strecke Paris - Budapest liegen. Ziel der Resolution ist, dass die Forderungen in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen werden.

Der erste Punkt des Beschlusses der Interessengemeinschaft aus Städten, darunter Karlsruhe, Regionen und Kammern betrifft die Strecke Ulm - Augsburg. Hier spricht sich der Verbund dafür aus, die Kapazitätserweiterung und Geschwindigkeitserhöhung in den vordringlichen Bedarf des BVWP aufzunehmen. „Wir haben leider noch viele Teilstücke, die uns vor Herausforderungen stellen“, sagte Mentrup nach der Unterzeichnung im Ulmer Stadthaus. „Hier ist vor allem die ‚Appenweierer Kurve‘ zu nennen. Dieses wichtige Teilstück würde die Verbindung zwischen Kehl und der Rheintalbahn bedeuten und somit die Verbindung der beiden bedeutendsten Verkehrskorridore in der EU, des Rhein-Donau- und des Rhein-Alpen-Korridors.“

Der Vorsitzende machte deutlich: „Wir wollen den raschen Ausbau zur Bahnhochleistungsverbindung von Paris nach Budapest beziehungsweise Bratislava.“ Die West- und Osteuropa sowie 35 Millionen Bewohner und 16 Millionen Beschäftigte vereinigende, unter anderem über Straßburg, Karlsruhe, München und Wien führende Route soll als Hochgeschwindigkeits- respektive Hochleistungstrasse sowohl dem Personen- als auch dem Güterverkehr zugute kommen.

Ulms Oberbürgermeister und Gastgeber Ivo Gönner unterstrich, dass man hauptsächlich Reisende im Blick habe, die einen bestimmten Abschnitt auf der Magistrale zurücklegen - nicht die Gesamtstrecke. Wichtig sei, die verschiedenen Verkehrsmittel gut miteinander zu verknüpfen. Norbert Barthle, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, sagte: „Aus unserer Sicht ist dieses Thema ein gutes Beispiel für moderne, grenzüberschreitende Mobilität.“ Er sicherte zu: „Der Ausbau der deutschen Abschnitte der Magistrale für Europa war, ist und wird ein Schwerpunkt“ sein. Das Ministerium wird wohl noch im Herbst einen BVWP-Entwurf vorlegen.

Im Bewusstsein seiner Gesamtverantwortung betonte Mentrup: „Karlsruhe profitiert als Stadt und Region vom Engagement in der Initiative ‚Magistrale für Europa‘. Mit dem Lückenschluss auf französischer Seite im Abschnitt Baudrecourt – Straßburg wird man ab April 2016 in zweieinhalb Stunden von Karlsruhe nach Paris fahren können – und das mehrmals täglich." Die Initiative „Magistrale für Europa“ strebt seit ihrer Gründung 1990 die Schaffung eines attraktiven länderübergreifenden Verkehrsangebots sowie die optimale Verknüpfung mit dem öffentlichen Nah- und Regionalverkehr an.

 
 

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