Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. November 2015

Winterdienst: Mit neuer Technik dem Winter trotzen

DEN SOLE-SPRÜHTELLER zeigt Fahrer Uwe Kuhn Bürgermeister Klaus Stapf. Foto: Fränkle

DEN SOLE-SPRÜHTELLER zeigt Fahrer Uwe Kuhn Bürgermeister Klaus Stapf. Foto: Fränkle

 

Stadt ist gut vorbereitet / Sole spart Salz, dennoch 6.500 Tonnen im Vorrat

Das neue Winterdienstfahrzeug des Amtes für Abfallwirtschaft (AfA) versprüht mit seinem Rotationsteller am Heck Sole, eine Salzlösung, die mehrere Vorteile bietet. So kann bis zu 70 Prozent des Festsalzes zugunsten der Umwelt und des Stadtsäckels eingespart werden. Und die Sole bleibt auf der Straße, wenn Eis und Schnee weg sind. Beim nächsten Kälteeinbruch oder Schneefall kann sie erneut abtauen. Festsalz hingegen wird nicht selten weggeweht und bleibt dort liegen, wo es nicht hin soll.

Mit der Zeit will das AfA alle seine Winterdienstfahrzeuge mit der neuen Technik ausstatten, allerdings nicht auf einen Schlag, sondern jeweils dann, wenn ein neues Fahrzeug angeschafft werden muss. Denn das Ganze hat seinen Preis: Alleine die Winterdiensteinrichtung, zu der aber auch eine breite Schiebeschaufel gehört, schlägt mit rund 100.000 Euro zu Buche – bei einer Gesamtsumme von 280.000 Euro, die der große Lastwagen kostet.

Über die Zeit aber rechnet sich dies, wie Bürgermeister Klaus Stapf, AfA-Leiter Stefan Kaufmann, sein Stellvertreter und Abteilungsleiter Logistik, Hans-Peter Rapp, und der operative Winterdienstleiter Andreas Bender betonten. Versuchsweise hatte das AfA bereits vergangenen Winter eine kleineres Fahrzeug im Einsatz, das Sole verspritzte und „mit dem wir sehr gute Erfahrungen gemacht haben“, wie Bender ausführte.

Mit einem Salzvorrat von insgesamt 6.500 Tonnen Salz ist die Stadt Karlsruhe nach Stapfs Angaben bestens auf den Winter vorbereitet. Auch wenn 3.000 Tonnen davon, die eigentlich Karlsruhe zustehen, bei einer Einkaufsgemeinschaft vermerkt sind. Wenn der Winter sehr streng ist, kann diese Gemeinschaft in seltenen Fällen nicht vollständig gewährleisten, dass die Menge auch tatsächlich zur Verfügung steht. Im vergangenen Winter lag der Verbrauch bei 2.000 Tonnen, ein Jahr zuvor bei nur 150 und davor bei 4.000 Tonnen.

Welche Straßen und Radwege in erster oder zweiter Priorität geräumt werden, ist auf vmz.karlsruhe.de abzulesen. Stapf und Rapp appellierten, sich rechtzeitig auf winterliche Verhältnisse einzustellen – und auch der Anliegerpflicht Genüge zu tun. -erg-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe