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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. November 2015

Wissenschaft: Lernen in Werkstätten

PH im Rathaus: Handwerk und Mathematik neu erleben

Werkstätten – Viele assoziieren damit Handwerk, etwas bauen oder reparieren. Werkstätten können aber auch in der Pädagogik eingesetzt werden und Kinder in ihrer Entwicklung helfen. Welche Möglichkeiten es gibt, erklärten verschiedene Referenten unter dem Motto „Werkstätten – neue Wege des Verstehens“ am vergangenen Dienstag, als die Pädagogische Hochschule (PH) im Bürgersaal des Rathauses zu Gast war.

„Die Idee, Werkstätten als Unterrichtsform zu nutzen, beeindruckt mich tief“, betonte Bürgermeister Klaus Stapf in seiner Begrüßung. Vor allem für das Thema Inklusion sehe er bei dieser Methode gute Chancen, „da sie komplett auf Frontalunterricht verzichtet“.

Wie wichtig ein hoher Grad an Selbstbestimmung ist, unterstrich auch PH-Professor Lutz Schäfer. Außerdem sei es wesentlich, dass sich die Kinder frei im Raum bewegen können, da dies „essenziell notwendig für die Ideengewinnung ist“. Neben dem kreativen sei auch der offene Lernprozess zentral, bei dem die Kinder sich selbst einen Weg suchen. Wie dieser aussieht, liege an den Kindern selbst. Richtig oder falsch gebe es nicht.

So sollen die Kinder zum Beispiel ein Gefühl für ein Material bekommen, wenn sie zum ersten Mal damit in Kontakt kommen. Dabei lernen sie auch, „dass die Welt gestaltbar ist“, erklärte Schäfer.

Doch in Werkstätten spielt sich eben nicht nur Handwerk ab. Auch Mathematik hat dort ihren Platz. Aber nicht im Sinne von Rechnen, sondern Begreifen. So bekommen Kindergartenkinder etwa beim Becher Stapeln eine erste Einsicht in Statik und im Messen von Längen beim Vergleichen mit Anderen. Mit Hilfe von Eierkartons bekommen sie ein Gefühl für das Strukturieren und Erkennen der Anzahl. -jäm-

 
 

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