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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2015

Jugend: Und das Abenteuer?

KINDERN FEHLT ZEIT, war ein Ergebnis der Veranstaltung im Tollhaus, zu der auch Bürgermeister Martin Lenz kam. Foto: Fränkle

KINDERN FEHLT ZEIT, war ein Ergebnis der Veranstaltung im Tollhaus, zu der auch Bürgermeister Martin Lenz kam. Foto: Fränkle

 

„Denkräume“ zum Thema selbstbestimmte Kindheit

Rundum-Betreuung, Ganztagesschule, Sicherheit und Bildungsprogramme sind Faktoren, die ein Kinderleben heute maßgeblich beeinflussen.

Die Zeiten für selbstbestimmtes Spielen in unbeobachteten Räumen nehmen drastisch ab, Kindheit wird durch die Notwendigkeiten der Erwachsenen immer stärker durchorganisiert und kontrolliert. „Wo bleibt das Abenteuer?“ lautete deshalb der Titel einer Veranstaltung des Stadtjugendausschusses im Tollhaus, bei der Fachleute aus Jugendarbeit und Stadtplanung gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen überlegten, welche Bedingungen sie für selbstbestimmtes Aufwachsen brauchen.

In mehreren „Denkräumen“ konnten die jungen Teilnehmer an moderierten Thementischen Anliegen und Ideen formulieren. Dabei wurde klar: Kinder und Jugendliche wünschen sich mehr Räume und Orte, an denen sie sich weitgehend unbeaufsichtigt von Erwachsenen treffen können. Regelschulen eingeschlossen, denn auch dort fehle es an Räumen, etwa „um in Gruppen lernen zu können“, formulierte eine Teilnehmerin.

Eine weitere Erkenntnis: Karlsruhe hat genug und auch attraktive Spielplätze, aber Kindern und Jugendlichen fehlt es aufgrund der Vielzahl von Terminen in ihrem Alltag einfach an Zeit, um diese auch zu nutzen. Überhaupt war das Thema Zeit ein dominantes Thema. „Es gibt zu wenig eigenbestimmte und zu viel fremdbestimmte Zeit“, meinte ein Teilnehmer der „Denkräume“. Bürgermeister Martin Lenz, der mit den Beteiligten einen Rundgang an die einzelnen Thementische im Foyer des Tollhauses machte, nahm die Anregungen mit ins Rathaus. -red-/-maf-

 
 

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