Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2015

Nahverkehr: Sicherer und effizienter

VON DEN VORZÜGEN des Fahrsimulators für die Fahrerausbildung überzeugte sich auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Foto: Fränkle

VON DEN VORZÜGEN des Fahrsimulators für die Fahrerausbildung überzeugte sich auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Foto: Fränkle

 

Fahrsimulatorenzentrum von VBK und AVG vorgestellt

Über ein hochmodernes Fahrsimulatorenzentrum für Tramfahrer verfügt Karlsruhe nun als erste Stadt ihrer Größe. Nach fast vierjähriger Planung und Entwicklung stellten es OB Dr. Frank Mentrup sowie die Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Dr. Alexander Pischon und Ascan Egerer, am 17. November den Medien vor.

Das 1,75 Millionen Euro teure Gemeinschaftsprojekt von VBK und Albtalverkehrsgesellschaft (AVG) mit dem einer Fahrerkabine der neuesten Bahngeneration nachempfundenen VBK-Simulator und   vier AVG-Pultsimulatoren ermöglicht es, zahlreiche sicherheitsrelevante Szenarien auf der Fahrt durch Innenstadt und Region zu trainieren, auf die ein Fahrer in Sekundenbruchteilen richtig reagieren muss. Es geht etwa um Weichen- und Signalstörungen, Personen im Gleisbett, das richtige Verhalten bei Unfällen, bei Schnee oder heftigem Regen. Zudem können bereits jetzt Tunnelfahrten intensiv geübt werden.

Im ansprechend gestalteten Ambiente der ehemaligen Leitstelle in der Tullastraße saß OB Mentrup selbst am Steuerknüppel: „Ich bin froh, dass wir uns diese Investition unabhängig vom Tunnelbau leisten können. Sie ist für die Ausbildung ein Riesenfortschritt. Man merkt, auf was man alles achten muss. Erstaunlich ist, dass man im Tunnel zwischen den Haltestellen stressfrei Tempo 60 fahren kann, weil es keine Fußgänger gibt.“

Willem van der Straaten von der Herstellerfirma versicherte, dass das Simulatorentraining 50 Prozent weniger Unfälle bei einer um rund ein Drittel reduzierten Ausbildungszeit bewirke. Entwickelt wurde die Hardware in Großbritannien, die komplexe Software in Deutschland, Australien und Indien. Die AVG starteten voriges Jahr ein großes Ausbildungsprogramm, um den Fahrermangel zu beheben. 60 Neulinge sind bereits im Dienst, zehn weitere sollen bis zum Frühjahr dazukommen. Außerdem wird künftig über den Bedarf und auch für andere Unternehmen ausgebildet. -cal-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe