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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2015

Stadtgeburtstag: „Gmütlich sitze“ auf Pavillon-Holz

WERKELN: OB Dr. Frank Mentrup schraubte mit Hannes Ludwig (l.) und Zimmerer-Obermeister Uwe Ratzel Füße an die KA300-Bänke. Foto: Fränkle

WERKELN: OB Dr. Frank Mentrup schraubte mit Hannes Ludwig (l.) und Zimmerer-Obermeister Uwe Ratzel Füße an die KA300-Bänke. Foto: Fränkle

 

KA300-Herzstück nachhaltig recycelt / 151 Bänke erinnern weiter an den Festivalsommer

Am vergangenen Freitag wurde im Schlossgarten gesägt, gehämmert, geschliffen und genagelt, was das Zeug hielt. Gleich 15 Zimmererlehrlinge aus dem dritten Ausbildungsjahr an der Heinrich-Hübsch-Gewerbeschule machten sich da den ganzen Tag über zusammen mit Fachleuten der Zimmerer-Innung Karlsruhe und Mitarbeitern des Forstamts mit allerlei schwerem und leichterem Gerät an den abgetragenen Balken der Holzkonstruktion des KA300-Pavillons zu schaffen.

Als Ergebnis der konzertierten Aktion entstanden insgesamt 151 Sitzbänke, die das Gartenbauamt mit einer KA300-Plakette versehen, in den kommenden Wochen beim Badischen Staatstheater, am ZKM, in der Günther-Klotz-Anlage sowie an verschiedenen Stellen in sämtlichen Stadtteilen aufstellt.

An ihren neuen Standorten laden die fachmännisch umgestalteten Reste des Herzstücks des Festivalsommers dann Passanten zum „gmütlich Sitze“ und Verweilen ein. Die aus einem Drittel des Fichtenholzes aus dem Pavillon entstandenen Bänke haben keine normierte Größe. Die Sitzgelegenheiten, die auf jeweils zwei massiven Füßen stehen, sind zwischen 80 Zentimetern und zwei Metern lang und sollen drei bis fünf Jahre halten.

Mit der Umwandlung der grau gestrichenen Balken des Pavillons in Sitzmöbel löse der 300. Stadtgeburtstag auch auf diesem Gebiet „das Versprechen der Nachhaltigkeit ein“, betonte OB Dr. Frank Mentrup, als er die Recycling-Aktion besuchte. Das Projekt sei „eine gute Praxisübung für die Schüler, die dabei Teamwork lernen und die an der Schule vermittelten Fähigkeiten erproben können“, unterstrich Heinrich-Hübsch-Schulleiter Hannes Ludwig.

Vor Ort waren auch zwei Schülerinnen des Goethe-Gymnasiums, aus dem die Idee für die neue Nutzung der Pavillonreste stammte. Ihnen wie den fleißigen Handwerkern dankte der OB für ihr Engagement – und vom Sponsor Europa-Park Rust gab es für die am Schulprojekt Beteiligten Gutscheine für freien Eintritt in den Freizeitpark. Zahlreiche weitere Karlsruher hatten auch etwas von der Aktion. Sie nahmen Schnittreste des Holzes als Andenken mit nach Hause. -trö-

 
 

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