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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. November 2015

Wissenschaft: Füße wiederentdecken

GLÜCKLICHE GESICHTER: Wissenschaftsministerin Bauer (3.v.l.) und Hochschul-Rektor Meisel (l.) bei der symbolischen Scheckübergabe. Auch der OB (r.) freute sich über den Zuschlag für „GO Karlsruhe!“. Foto: Fränkle

GLÜCKLICHE GESICHTER: Wissenschaftsministerin Bauer (3.v.l.) und Hochschul-Rektor Meisel (l.) bei der symbolischen Scheckübergabe. Auch der OB (r.) freute sich über den Zuschlag für „GO Karlsruhe!“. Foto: Fränkle

 

Hochschule will Infrastruktur für Fußgänger verbessern / Förderbescheid für Reallabor „GO Karlsruhe!“

Die Situation der Fußgänger in Karlsruhe analysieren und gemeinsam mit ihnen verbessern, das ist Ziel des Reallabors „GO Karlsruhe!“ an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer übergab vorige Woche den Förderbescheid.

Mehr als eine Million Euro stellt das baden-württembergische Wissenschaftsministerium in den nächsten drei Jahren für die Erforschung und Verbesserung des Fußgängerverkehrs und seiner Infrastruktur in der Fächerstadt zur Verfügung. Die Hochschule Karlsruhe hatte sich mit dem Projekt „GO Karlsruhe!“ an dem Landeswettbewerb „Reallabor Stadt“ beteiligt und den Zuschlag erhalten.

Zentraler Partner des Projekts ist die Stadt Karlsruhe, hinzu kommen unter anderem die örtlichen Bürgervereine, der Fachverband Fußverkehr Deutschland sowie die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (beide Berlin). Im Reallabor sollen gemeinsam Ideen entwickelt, umgesetzt und untersucht werden – ganz praktisch und im positiven Sinne experimentell.

„Wir wissen über den Fußgängerverkehr relativ wenig“, kündigte Professor Christoph Hupfer vom Studiengang Verkehrsmanagement an, dass es im Reallabor neben der klassischen Bürgerbeteiligung – etwa in Sanierungsgebieten – auch Nutzerbeteiligung auf der Straße geben werde. Face to face, per interaktivem Display oder auch per Smartphone-App. Schon jetzt wird an der Hochschule an Mobilitäts-Applikationen gearbeitet, die uns dabei unterstützen sollen, durch den Alltag zu kommen. Allein sieben Professuren gibt es an der Hochschule zum Thema Verkehr.

Wissenschaftsministerin Bauer lobte „die enorme Kompetenz in Sachen Mobilität in Karlsruhe“ und hob hervor, nicht nur Technologie sei wichtig, sondern auch Kooperationen seien es. OB Dr. Frank Mentrup betonte, wie wichtig es sei „Partner in der Wissenschaft zu haben“.

Fußgängern müsse eine neue Bedeutung zukommen, begrüßte Mentrup die neuen Partizipationsformen. Zumal die Ergebnisse des Projekts auch auf andere Städte übertragbar sein sollen. Hochschulrektor Karl-Heinz Meisel wies auf das gesellschaftliche Engagement seiner Einrichtung hin: „Ein tolles Projekt, um zu zeigen, was man gemeinsam machen kann.“

Nächstes Frühjahr soll es dann mit den ersten Nutzerbeteiligungen losgehen. Die Stadt unterstützt das Projekt durch Stadtplanungs-, Tiefbau- sowie Ord­nungs- und Bürgeramt. Denn das Real­labor ist „Teil einer umfassenden Transformation der Stadt in Richtung Nachhaltigkeit“, so Oberbürgermeister Mentrup. -res-

 
 

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