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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Dezember 2015

Gemeinderat: Wir-Gefühl und Image gestärkt

HERZSTÜCK DES FESTIVALSOMMERS: Im Pavillon im Schlossgarten und um ihn herum gingen von Mitte Juni bis Ende September über 500 Veranstaltungen vielfältiger Formate über die Bühne. Foto: Fränkle

HERZSTÜCK DES FESTIVALSOMMERS: Im Pavillon im Schlossgarten und um ihn herum gingen von Mitte Juni bis Ende September über 500 Veranstaltungen vielfältiger Formate über die Bühne. Foto: Fränkle

 

Positive Bilanz des 300. Stadtgeburtstags / Festivalsommer als „Sommermärchen“ / Schubkraft durch vielfältiges Engagement

Die Bilanz fiel rundum positiv aus. Die Reden auf der Sondersitzung des Gemeinderats zum offiziellen Abschluss des 300. Stadtgeburtstags wurden vielfach von Beifall begleitet. Besonders, als es um die enormen Leistungen des KA300-Teams um Martin Wacker und das Engagement der Volunteers ging.

Die zentrale Aussage des 300. Stadtgeburtstags, „der Star ist die Stadt mit ihren unterschiedlichen Talenten“, habe sich als richtig erwiesen, betonte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zu Beginn der Debatte. Der innovative Ansatz eines Programms aus der Bürgerschaft für die Bürgerschaft habe dazu geführt, so Mentrup „dass sich über 10.000 Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebracht haben“. Entstanden sei „eine Wertschätzung, eine Aufbruchstimmung, ein Wir-Gefühl, wie es Karlsruhe lange nicht erlebt hat“.

National und international im Rampenlicht

Auch national und international sei Karlsruhe ins Rampenlicht gerückt, verwies der OB auf die mehr als eine Million Besucher und die über 12.000 Berichte in Medien weltweit. Darüber hinaus habe die Stadt ihren Anspruch, einen nachhaltigen Geburtstag, ein Green Event, zu feiern, eindrucksvoll eingelöst. Als Beispiele dafür nannte er das Engagement der Stadtwerke, die alle Veranstaltungen im Schlossgarten mit 100 Prozent Ökostrom belieferten und die durch die Besucher entstandene CO2-Belastung durch zwei Kompensationsprogramme ausgleichen. Mentrup dankte darüber hinaus der Wirtschaft für ihr „großes Engagement“, vor allem aber auch dem KA300-Team für seinen enormen Einsatz sowie den 308 Volunteers, „die an dem erfreulichen Erscheinungsbild einen maßgeblichen Anteil hatten“.

Stadtteilprojekte DNA des Stadtgeburtstags

CDU-Fraktionschef Tilman Pfannkuch sprach gar von einem „Sommermärchen“. Seine Fraktion sei „froh und glücklich darüber“, dass Karlsruhe dies von A bis Z erleben konnte. Neben den Veranstaltungen um das „Herzstück Pavillon“ seien die Stadtteilprojekte „als DNA des Stadtgeburtstags“ wahre Renner gewesen. Was bleibe, so Pfannkuch, sei ein besserer Zusammenhalt in der Stadt, ein gestärktes Image Karlsruhes nach außen sowie die Tatsache, „dass der Schlossgarten wieder für die Bürgerschaft salonfähig wurde“.

Eine „neue Qualität und Dynamik von Mitmach- und Beteiligungskultur“ machte SPD-Fraktionschef Parsa Marvi im Stadtgeburtstag aus. Jeder Cent dafür sei „richtig investiertes Geld gewesen“, das Bild von Karlsruhe habe sich „nach innen und außen verändert“. Jetzt gelte es, so Marvi, „den Geist des Stadtgeburtstags aufzunehmen und in Zukunft fortzuführen“.

Klimaneutraler Stadtgeburtstag

Auch Bettina Lisbach sprach von einem „traumhaft gelungenen Jubiläumssommer“, der die Identität mit der Stadt und den Stadtteilen gestärkt habe. Besonders freute sich die Vorsitzende der GRÜNE-Fraktion auch darüber, „dass es geklappt hat, einen klimaneutralen Stadtgeburtstag zu feiern“, Schlossgarten und Pavillon „die richtigen Veranstaltungsorte“ gewesen seien. Anders als ihre beiden Vorredner plädierte sie allerdings nicht dafür, die Schlosslichtspiele jährlich fortzuführen, sondern konnte sich vorstellen, „2017 bei den Heimattagen auch einmal auszusetzen“.

Das Konzept des Stadtgeburtstags „sei voll aufgegangen“, dankte Stadtrat Erik Wohlfeil für die KULT-Fraktion den vielen Mitwirkenden für „atemberaubende Veranstaltungen“ und den Institutionen von Wissenschaft und Technik für ihre dabei „gelebte Identifikation mit der Stadt“. Auch FDP-Fraktionschef Tom Høyem unterstrich den Charakter des Stadtgeburtstags als „Wir-Fest, auf das wir mit neuem Selbstbewusstsein und neuer Identität bauen können“.

Unvergessliches Erlebnis mit sozialer Ausrichtung

Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) lobte die „soziale Ausrichtung“ des Festreigens, Stadtrat Dr. Paul Schmidt (AfD) sprach von einem „unvergesslichen Erlebnis“, GfK-Stadtrat Friedemann Kalmbach davon, dass Karlsruhe gelernt habe „wie Heimat geht“. Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) wollte die Erinnerung an den Stadtgeburtstag „im Herzen bewahren und an die Kinder weitergeben“. -trö-

 
 

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