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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Dezember 2015

Kombilösung: Barbara und Giulia im Stadtmuseum

BARBARA IM MUSEUM: Dr. Ernst Otto Bräunche (links) und OB Dr. Frank Mentrup übernahmen die Figur von Gerlinde Hämmerle. Jetzt steht sie in der Ausstellung „Genug gejubelt…“ im Stadtmuseum. Foto: Fränkle

BARBARA IM MUSEUM: Dr. Ernst Otto Bräunche (links) und OB Dr. Frank Mentrup übernahmen die Figur von Gerlinde Hämmerle. Jetzt steht sie in der Ausstellung „Genug gejubelt…“ im Stadtmuseum. Foto: Fränkle

 

Figur der Schutzheiligen, Teil der Tunnelvortriebsmaschine und Puppe ausgestellt

Der Tag der Heiligen Barbara, der Schutzheiligen für diejenigen, die unter Tage arbeiten, ist der 4. Dezember. Deshalb steht seit vergangenem Freitag die Figur der Heiligen Barbara, die zuvor die Tunnelbauarbeiten zwischen Durlacher und Mühlburger Tor für die Kombilösung bewacht hatte, im Stadtmuseum.

Karlsruhes Ehrenbürgerin, die ehemalige Regierungspräsidentin Gerlinde Hämmerle, die Namenspatronin für den Rohbau des Tunnels unter der Kaiserstraße war und die Figur nach dem Durchschlag der Tunnelvortriebsmaschine Giulia von Mineuren zurückbekam, hat sie nun symbolisch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup übergeben, der die Glücksbringerin an den Leiter des Stadtmuseums und der Historischen Museen, Dr. Ernst Otto Bräunche, weiterreichte. So hat die Figur jetzt vorübergehend wieder einen Platz: in einer Vitrine der Ausstellung „Genug gejubelt…“, bis zum 27. März.

Danach, bedauert Bräunche, wird sie wohl zusammen mit weiteren Teilen, die an die Rohbauarbeiten erinnern, ins Magazin wandern. Denn er sieht gewisse Probleme, die Ausstellungsstücke in die Dauerausstellung des Stadtmuseums einzufügen. Das muss zuvor neu konzipiert werden. Er hegte die vage Hoffnung, dass ein neues Stadtmuseum Dauerherberge sein könnte.

Auch für – während das Gros des Tunnelbohrers an Hersteller Herrenknecht zur Wiederverwertung zurückging – einen Teil von Giulias gewaltigem Schneidrad, der Eigentum der KASIG ist, wegen seines Gewichts von 50 Tonnen aber nicht ins Museum kann. Gleiches gilt für drei Tübbinge, Ringe der Tunnelröhre.

Der Geschäftsführer der Bauherrin KASIG, Uwe Konrath, berichtete von aktuellen Gesprächen mit dem KIT, um die schweren Teile dort aufzustellen. Nicht ganz leicht, aber nicht zu schwer für die Ausstellung ist ein Teil von Giulia, das jetzt neben Barbara zusammen mit einem Schälmesser in einem weiteren Glaskasten zu sehen ist. Dahinter steht eine Puppe in einer Uniform, wie sie die Mineure trugen.

Der OB bedankte sich bei den Stiftern und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass auch die weiteren Tunnelbauarbeiten für die Kombilösung so unfallfrei verlaufen mögen wie die für den Haupttunnel.

Hämmerle meinte, nach ihrem Ableben brauche keine Straße gesucht zu werden, die nach ihr benannt würde. Sie befände sich ja jetzt schon im Museum. -erg-

 
 

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