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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Dezember 2015

Stimmen aus dem Gemeinderat: KULT: „Coffeeshops“ in Karlsruhe?

KULT-Stadtrat Max Braun

KULT-Stadtrat Max Braun

 

In der vergangenen Gemeinderatssitzung beantragten wir von der KULT-Fraktion, den Weg zu einer lizenzierten und kontrollierten Abgabe von Cannabisprodukten zu ebnen.

Denn eine pauschale Kriminalisierung von Konsumenten, egal ob aus Spaß an der Droge oder medizinisch begründet, ist nicht mehr zeitgemäß! Voraussetzung dafür: eine Ausnahmegenehmigung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Die ist möglich, wenn ein wissenschaftliches oder öffentliches Interesse vorliegt. Um diese Ausnahmegenehmigung auch tatsächlich erhalten zu können, bedarf es einer intensiven Vorbereitung. Denn wir wollen Erfolg haben, was in Berlin-Kreuzberg nicht gelungen ist.

Wir wollen damit einige der Probleme, die mit der gescheiterten deutschen Drogenpolitik einhergehen, etwa die Dämonisierung von Haschisch oder Marihuana, beseitigen. Durch eine kontrollierte Freigabe der Substanz würde dem Schwarzmarkt die Macht geraubt. Auch sollten Cannabis-Produkte – vom Joint bis zur Arznei – sauber statt zur Steigerung des Gewinns mit Giftstoffen verseucht sein. Diese Streckmittel sind äußerst gesundheitsschädlich.

Lizenzierter Verkauf - das wäre ein Schlag gegen die kriminelle Dealer-Szene. Und ein Schlag gegen die Allianz von Pharmalobby bis Mafia. Wir freuen uns, dass die Stadtverwaltung den von uns geforderten „Runden Tisch Cannabis“ einrichten wird. Dessen Aufgabe: sich mit den positiven, negativen und medizinischen Wirkungen von Cannabis beschäftigen und gemeinsam mit Experten, Polizei und engagierten Bürgern alle Voraussetzungen für eine Antragstellung beim Bundesamt erfüllen. Unser klares Ziel: eine legale Abgabe in Karlsruhe erreichen.

Max Braun

Stadtrat KULT-Fraktion

 
 

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