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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Dezember 2015

Stimmen aus dem Gemeinderat: SPD: Nachhaltigkeit ist nicht Kür, sondern Pflicht

SPD-Stadtrat Dr. Raphael Fechler

SPD-Stadtrat Dr. Raphael Fechler

 

Im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2015 wurde Karlsruhe unter 100 Kommunen als Deutschlands nachhaltigste Großstadt ausgezeichnet. Die Jury würdigte damit die vielfältigen Anstrengungen für eine zukunftsweisende Stadtpolitik.

Die Begründung des Preisgerichts liest sich wie ein Streifzug durch von der SPD unterstützte Maßnahmen: Klimaschutzfonds, verantwortungsvoller Umgang mit Flächen, Ökostrom in allen städtischen Einrichtungen, ein integriertes Innenentwicklungskonzept, ein Wohnraumförderkonzept und ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept seien hier exemplarisch genannt. Besonders betonte die Jury, dass Karlsruhe mit dem räumlichen Leitbild und dem integrierten Stadtentwicklungskonzept 2020 durch eine sozial gerechte und ausgewogene Stadtentwicklung die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt hat.

Die Auszeichnung belegt eindrucksvoll, dass es unter OB Frank Mentrup gelingt, einen gesunden Ausgleich zwischen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen zu finden. Dafür steht auch die SPD: Wir sehen Lebensqualität und Infrastruktur nicht als Widerspruch, wir betrachten soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stärke nicht als Gegensatz.

Besonders gefreut hat mich persönlich, dass die Jury auch die Investitionen der Stadt in nachhaltige Mobilität würdigt. Das ist richtig, denn Karlsruhe ist nicht nur Car-Sharing-Hauptstadt und mit die führende Stadt in Sachen Fahrradmobilität, sondern hat auch die Chance, sein wegweisendes Nahverkehrssystem weiterzuentwickeln. Das Urteil der Jury zum Nachhaltigkeitspreis, aber auch die vielen begeisterten Rückmeldungen aus ganz Deutschland zum diesjährigen Stadtgeburtstag sollten für uns Ansporn sein, diesen Weg weiter zu gehen. Auch wenn es noch manches zu tun gibt, müssen wir unser Licht nicht unter den Scheffel stellen. Es gibt allen Grund, stolz auf unsere Stadt zu sein und mit Zuversicht die vor uns liegenden Aufgaben anzupacken.

Die SPD-Fraktion wird sich weiter für eine Politik einsetzen, die den Ausgleich zwischen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Interessen sucht. Nachhaltigkeit wird auch künftig für uns kein Luxus sein, sondern Richtschnur unseres Handelns. Jegliche Art von Entwicklung ist mit dem Verbrauch von Ressourcen verbunden, es geht jedoch darum, diesen ausgleichend und mit Augenmaß zu gestalten.

Als nächste Mammutaufgabe wird es deshalb darum gehen, den städtischen Haushalt zukunftsfest und enkelfähig zu machen, aber auch den Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt durch eine nachhaltige und langfristige Wohnungsbaupolitik gerecht zu werden. Dabei liegen auch schwierige Entscheidungen vor uns. Aber wenn wir unsere politische Handlungsfähigkeit erhalten wollen, dann führt daran kein Weg vorbei. Auch das ist Nachhaltigkeit.

Dr. Raphael Fechler

SPD-Stadtrat

 
 

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