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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Dezember 2015

Gemeinderat: Alles unter einen Hut zu bringen

WEITER FUSSBALL IM WILDPARK: Der Bebauungsplan schafft die Basis für Stadionneubau sowie bessere (Verkehrs-)Infrastruktur. Foto: Fränkle

WEITER FUSSBALL IM WILDPARK: Der Bebauungsplan schafft die Basis für Stadionneubau sowie bessere (Verkehrs-)Infrastruktur. Foto: Fränkle

 

Vorhaben am Standort umsetzbar / Gemeinderat beschließt öffentliche Auslegung

Keine Verzögerungen auf dem Weg zum neuen Fußballstadion im Wildpark gibt es bei den planungsrechtlichen Grundlagen. Mit großer Mehrheit (bei neun Enthaltungen und zwei Gegenstimmen) beschloss der Gemeinderat am Dienstag die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs für das 30,9 Hektar große Gebiet.

Den Stellungnahmen aus der Behördenbeteiligung sei so „detailliert wie menschenmöglich“ und den Naturschutzbelangen „vorbildlich Rechnung getragen worden“, war für Detlef Hofmann (CDU) ein weiterer Mosaikstein auf dem Weg zum Stadion gelegt. Dr. Raphael Fechler (SPD) sah mit der „maßvollen Planung orientiert an den Bestandsflächen“ gar einen Meilenstein in der Planung gesetzt. Gleichzeitig appellierte er an den KSC nach dem Bekenntnis der Stadt zum Standort „den Ball aufzunehmen“, es bei angemessenen Forderungen zu belassen.

Lob für die Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Belange hatte Johannes Honné (Grüne) ebenso parat wie für das Verkehrskonzept, das auch jetzt schon in Teilen umgesetzt werden könne. Man sei nach wie vor der Meinung, dass insgesamt kein Neubau notwendig sei. Beim Bebauungsplan enthalte man sich nun, weil man mit einem möglichen Bau eines Parkdecks auf dem Birkenparkplatz nicht einverstanden sei.

Stadt als verlässlicher Partner

„Die Stadt geht ihren Weg, und wir sind dabei die verlässlichen Partner“, erteilte Lüppo Cramer (KULT) Grundsatzdiskussionen über das Stadionprojekt im Bebauungsplanverfahren eine klare Absage. Zum „Schwur“ komme es erst, wenn es ins Detail gehe.

„So detailliert wie bei keinem andern Projekt“ sei bis ins letzte Detail alles geprüft und alles planrechtlich möglich gemacht worden, zeigte sich der FDP-Fraktionsvorsitzende Thomas H. Hock „sehr zuversichtlich“, mit dieser Grundlage das Gesamtprojekt zusammen hinzubekommen, und auch Jürgen Wenzel (FW) wollte das Verfahren „nicht bremsen“.

„Wir sehen nicht, ein warum ein Parkdeck auf dem Birkenparkplatz notwendig sein soll“, begründete Dr. Paul Schmidt die Ablehnung der AfD, während Niko Fostiropoulos (LINKE) sich auf finanzielle Aspekte beschränkte: „Wir sagen Ja zum Stadion wenn der Verein ein Großteil der Kosten selbst trägt“. So aber sei man nicht ehrlich, die Kosten würden schön geredet und den Bürgern werde etwas vorgegaukelt.

"Heute Grundlagen schaffen"

„Heute geht es nicht darum, Geld auszugeben, sondern eine Grundlage zu schaffen, um das so oder so notwendige neue Sicherheitskonzept umsetzen zu können“, setzte dem OB Dr. Frank Mentrup entgegen. Dazu gelte es, das Umfeld zu sortieren. Zum „Schwur“ komme es in der Tat nächsten Sommer, wenn es mit der Entscheidung für die Funktionelle Leistungsausschreibung an die wirkliche Umsetzung gehe. Mit dem Bebauungsplan werde die Standorterhaltung im Wildpark ermöglicht, ein Neubau auf der Grünen Wiese vermieden. Erfreulicherweise habe das Verfahren gezeigt, dass die neben dem Stadionneubau und den Verkehrsverbesserungen vorgesehenen Flächennutzungen allesamt mit dem Natur- und Artenschutz unter einen Hut gebracht werden können. -fis-

 
 

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