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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Dezember 2015

Gemeinderat: Guter Werkzeugkasten

UM GEWERBEFLÄCHEN wie in Grünwinkel soll sich künftig nach klarer Zustimmun des Plenums die Karlsruher Fächer GmbH kümmern. Foto: Fränkle

UM GEWERBEFLÄCHEN wie in Grünwinkel soll sich künftig nach klarer Zustimmun des Plenums die Karlsruher Fächer GmbH kümmern. Foto: Fränkle

 

Fächergesellschaften der Stadt neu ausgerichtet

Bei nur einer Enthaltung und ohne Aussprache hat der Gemeinderat der geplanten Neuausrichtung der Karlsruher Fächer GmbH (KFG) sowie der Karlsruher Fächer GmbH und Co Stadtentwicklungs-Kommanditgesellschaft (KFE) zugestimmt.

Danach soll sich die KFG künftig zur Förderung der Stadtentwicklung und -erneuerung in Karlsruhe um den Erwerb, den Besitz, die Verwaltung und die Verwertung von bebauten und unbebauten Grundvermögen kümmern. Eingeschlossen sind auch das Projektmanagement, die Organisation und die Moderation von Projekten, die im öffentlichen Interesse liegen. Früher war die KFE nur für eigenes Grundvermögen der Stadt zuständig

Möglich seien so laut Verwaltungsvorlage in bestimmten Situationen ein schnelleres operatives Agieren mit marktgerechten Instrumenten und der Einsatz eines professionellen außen stehenden Projektmanagements. Das geschehe in Kooperation mit städtischen Ämtern und Gesellschaften. Letztere würden entlastet, ohne ihre Kompetenzen abzugeben, und könnten sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Die KFG könne so Immobilien gezielter einsetzen, um bedeutende städtebauliche Bereiche zu stärken und zu erhalten.

Geführt vom Bürgermeisteramt und kontrolliert vom Gemeinderat, soll die KFG dort arbeiten, wo die Stadt ein originäres Interesse an der Umsetzung hat, Einfluss- und Steuerungsmöglichkeiten behalten will, die Projekte aber nicht im Kernbereich der Aufgaben der Stadtverwaltung sieht. Etwa beim Gewerbeflächenmanagement in Grünwinkel, beim Sanierungsgebiet Innenstadt-Ost, bei den Künstlerateliers hinter dem Hauptbahnhof oder einem zentralen Fernbusbahnhof.

Außerdem soll sich die Fächergesellschaft um nichtbetriebsnotwendige Immobilien der Stadt (beispielsweise Gründerzentren, Parkflächen, Gastronomie) und ihre Weiterentwicklung kümmern. Sind verschiedene städtische Akteure dezernatsübergreifend beteiligt, kann die KFG auch Großprojekte effizient steuern, wie die Konversion des Alten Schlachthofs oder den Bau des neue Stadions. Die Stadt sieht die KFG als wertvolle Partnerin ihrer Dienststellen und als flexiblen „erweiterten Werkzeugkasten“ für Stadtentwicklung, -erneuerung und Projektentwicklung. -cal-

 
 

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