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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Dezember 2015

Hauptausschuss: Natur schafft Lebensqualität

GUTE NOTEN FÜR FREIRÄUME: Die Günther Klotz-Anlage (unser Bild) gehört mit Schlossgarten und Zoologischem Stadtgarten zu den von den Karlsruhern meist besuchten grünen Oasen in der Stadt. Foto: Fränkle

GUTE NOTEN FÜR FREIRÄUME: Die Günther Klotz-Anlage (unser Bild) gehört mit Schlossgarten und Zoologischem Stadtgarten zu den von den Karlsruhern meist besuchten grünen Oasen in der Stadt. Foto: Fränkle

 

Bürgerumfrage 2015 zum Thema „Grün in der Stadt“ / Hohe Bedeutung der Parks und Anlagen / Bürger sind zufrieden mit „Grünausstattung“

Die Karlsruher nehmen Natur als wichtiges Element der Lebensqualität im verdichteten städtischen Lebensraum wahr. Städtische Grünflächen haben dabei eine besondere Bedeutung. Dies unterstreicht die Bürgerumfrage 2015 zum Thema „Grün in der Stadt“, deren Ergebnisse das Bürgermeisteramt jetzt dem Hauptausschuss vorlegte.

Das Karlsruher Stadtgebiet verfügt über eine Gesamtfläche von 840 Hektar an öffentlichen Parks und Grünanlagen, 700 Hektar Gewässer und 4.500 Hektar an forstwirtschaftlichen Flächen. Dazu kommen etwa 4.000 Hektar, die von der Landwirtschaft oder als Gartenland genutzt werden. Auf der anderen Seite belegen Bebauung für Wohnen und Gewerbe (5.070 Hektar) und Verkehrsinfrastruktur wie Straßen und Schienen (2.170 Hektar) zusammen 41,7 Prozent der gesamten Gemarkungsfläche.

Mit diesem Anteil deutlich unter 50 Prozent ist Karlsruhe weit stärker von Grün- und Freiflächen durchzogen als Stuttgart und Mannheim. Entsprechend hoch ist auch der Stellenwert der städtischen Grünflächen und Parks für die subjektive Lebensqualität der Bevölkerung.

Die Bürgerumfrage 2015 des Amts für Stadtentwicklung ergab, dass 98,4 Prozent der 2.000 befragten Karlsruherinnen und Karlsruhern Grünflächen sehr wichtig oder wichtig für die eigene Lebensqualität sind. 43 Prozent der Befragten zeigen sich mit der Grünausstattung ihres Stadtteils sehr zufrieden, 40 Prozent zufrieden. Die Grünanlagen und naturbelassenen Flächen nutzen die Bürger unterschiedlich. 49 Prozent zu Sport, Spiel oder Bewegung, 29 Prozent zum Ausruhen und zur Entspannung, 22 Prozent zum Beobachten von Tier- und Pflanzenwelt oder einfach, um Natur zu genießen.

Fast zwei Drittel der Befragten (64,9 Prozent) besuchen mindestens einmal in der Woche eine Grünfläche im Stadtgebiet. Die drei am häufigsten aufgesuchten Grünflächen sind Schlossgarten (22,4 Prozent), Günther-Klotz-Anlage (16,3 Prozent) und Zoologischer Stadtgarten (7,2 Prozent).

Über 90 Prozent sind mit der Bepflanzung und Weggestaltung ihrer bevorzugten Grünflächen sehr zufrieden oder zufrieden. Schlechtere Noten gibt es für die Ausstattung mit Sitzmöbeln oder in Sachen Verschmutzung. 53,2 Prozent sind unzufrieden mit der Menge an Dreck, Müll und Verschmutzungen.

Die Einschätzungen der Befragten sollen jetzt in das dezernatsübergreifende Korridorthema „Grüne und gesunde Stadt“ einfließen. -trö-

 
 

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