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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 18. Dezember 2015

Zukunftsstadt: Visionen für das Jahr 2030

SMART QUARTERVISION KA 2030+: Für Mühlburg diskutierten Bürger und Bürgerinnen nachhaltige und kreative Ideen. Foto: Knopf

SMART QUARTERVISION KA 2030+: Für Mühlburg diskutierten Bürger und Bürgerinnen nachhaltige und kreative Ideen. Foto: Knopf

 

Nachhaltige Konzepte für Mühlburg / Workshop zum Projekt „Zukunftsstadt“

Wie könnte das lokale Quartier im Jahr 2030 aussehen? Welche Visionen haben die Bürger für ihre Stadtteile? Diesen Fragen geht der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nach. 52 Städte und Gemeinden haben sich für die erste Phase qualifiziert. Aus Karlsruhe sind gleich zwei Quartiere mit dabei. Knielingen und Mühlburg.

Kürzlich fand (nach Knielingen) ein weiterer Workshop in Mühlburg statt. Bürger diskutierten dort Herausforderungen wie demografischer Wandel, bezahlbarer Wohnraum, Integration und Bildung oder Klimawandel und Energiewende. Projektpartner sind neben der Stadt das Cyber Forum Service, das Europäische Institut für Energieforschung und das KIT. Gedankliche Grenzen gibt es bei dem Wettbewerb keine. Und so bat Erster Bürgermeister Wolfram Jäger die Anwesenden darum, ihren Visionen freien Lauf zu lassen: „Ihre Ideen, Wünsche und Anregungen und unterschiedlichen Sichtweisen fließen in den Prozess ein.“

Ganz am Ende des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“ kommen acht Kommunen in die finale Runde. Ab 2018 werden innovative Projekte in einem „Reallabor“ einem Praxistest unterzogen und konkret umgesetzt. „Sie können eine Zeitreise unternehmen und die Themen mitbestimmen“, sagte Ralf Trunko (Cyber Forum Services), der mit Projektleiterin Jessica Deutsch (Amt für Stadtentwicklung) den Workshop moderierte.

An mehreren Tischen diskutierten die Visionäre über bestimmte Themengebiete. So sah beim Komplex „Nachhaltiges Wirtschaften und Arbeiten“ Massimo Ferrini (BV Mühlburg) in dem Stadtteil, in dem einst Carl Benz das Licht der Welt erblickte, in Zukunft E-Mobile fahren. Eine Diskutantin plädierte dafür, den Rheinhafen stärker ins Bewusstsein zu rücken. Wohnen, Gastronomie, Leben in der Hafen-City? Eine Frau schlug vor, den Energieberg als Referenzprojekt für nachhaltige Energienutzung mit Forschungseinrichtungen stärker zu koppeln. Könnten Drohnen, eine andere, nicht ganz neue Vorstellung, irgendwann mal die Einkäufe nach Hause bringen?

Ideen gab es viele, auch konkrete für das Hier und Jetzt, für Natur und Umwelt (Grünflächen erhalten, mehr Begegnungsräume, Urban Gardening), Wohnen und Nahversorgung (mehr Tante-Emma-Läden, Mehrgenerationen-Projekte, bezahlbarer Wohnraum), Verkehr und Mobilität (Barrierefreiheit, mehr Radwege und Tempo 30-Zonen) und Soziales Leben (mehr kulturelle Angebote und Feste). -voko-

 
 

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