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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Januar 2016

Kultur: Heisle wird zum Hus

MUNDART-BAND: „Nuffzus, nunnerzus, newedran“. Repro: Fränkle

MUNDART-BAND: „Nuffzus, nunnerzus, newedran“. Repro: Fränkle

 

Literarischer Wanderführer zu Mundarten der Region

Im 1806 aus Markgrafschaft, Teilen der Kurpfalz, Vorderösterreich und zahlreichen weiteren geistlichen wie weltlichen Besitzungen entstandenen Großherzogtum Baden gab es jede Menge Mundarten unterschiedlicher Herkunft.

Auch heute pflegen nach wie vor viele Menschen den Dialekt ihres Landstrichs. Der Regierungsbezirk Karlsruhe legt davon beredtes Zeugnis ab. Zwischen Odenwald, Kraichgau, Rheintal und Nordschwarzwald wird in rheinfränkisch, südfränkisch, alemannisch oder schwäbisch gebabbelt, gschwätzt und gsait. Eine bunte Vielfalt der Töne kennzeichnet diesen Teil Baden-Württembergs, in dem das Haus phonetisch vom Heisel zwischen Rhein und Neckar südlich von Rastatt zum alemannischen Hus wird.

Die unterschiedlichen Spielarten der heimischen Dialekte spiegelt die Anthologie „nuffzus, nunnerzus, newedran“ wider, die Thomas Liebscher im Verlag Regionalkultur vorlegte. Der 96 Seiten starke literarische Wanderführer versammelt Siegertexte des Wettbewerbs „De Gnitze Griffel“. 40 Autoren schildern darin in Gedichten, Prosa, Szenen und Liedtexten mit gereimtem Lob oder kritisch-süffisant in ihrem Dialekt ihre Sicht auf Heimat. „Nuffzus, nunnerzus, newedran“ gibt es im Buchhandel für 12,90 Euro. -trö-

 
 

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