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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. Januar 2016

Vesperkirche: Einsatz für bedürftige Karlsruher

VESPERKIRCHE: Dekan Schalla, Wolfgang Stoll (Diakonisches Werk) OB Mentrup, Pfarrerin Pflaumbaum und ein Helfer (v.l.) im Gespräch. Foto: Knopf

VESPERKIRCHE: Dekan Schalla, Wolfgang Stoll (Diakonisches Werk) OB Mentrup, Pfarrerin Pflaumbaum und ein Helfer (v.l.) im Gespräch. Foto: Knopf

 

Projekt bietet bis Anfang Februar Menschen Mahlzeit, Seelsorge und Beratung

Am vergangenen Sonntag startete im dritten Jahr die Vesperkirche mit einem Eröffnungsgottesdienst in der Johanniskirche am Werderplatz. Einen Monat lang (bis 7. Februar) erhalten dort Bedürftige für einen Euro ein warmes Mittagessen.

Gratis gibt es Kaffee und Kuchen, einen Vesperbeutel zum Mitnehmen, medizinische Versorgung, Sozialberatung, Kinderprogramm, allgemeine Seelsorge, einen neuen Haarschnitt oder gar eine Tierarztsprechstunde – dank des Engagements von mehr als 300 Ehrenamtlichen. Bis zum Ende der Vesperkirche werden wohl insgesamt rund 6.500 Mahlzeiten serviert. „Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer wäre so ein Angebot gar nicht denkbar. Sie sind das A und O der Vesperkirche. Schon in der Vorbereitung haben sie wieder Großartiges geleistet“, sagte Pfarrerin Lara Pflaumbaum, die das karitative Projekt betreut, bei der Eröffnung.

Die Vesperkirche ist ein Kooperationsprojekt des Diakonischen Werks, der Evangelischen Kirche und der Johannis-Paulus-Gemeinde der Südstadt, das überwiegend durch Spenden finanziert wird. Auch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup war vom Zuspruch beim Eröffnungsgottesdienst angetan. „Das ist ein tolles Signal der Stadtgesellschaft, die sich für den Zusammenhalt engagiert, um etwas zum Guten zu bewegen“, betonte der Schirmherr der Vesperkirche. Viele Menschen in Karlsruhe hätten keine Chance jeden Tag ein warmes Essen zu bekommen oder gesellschaftlichen Anschluss zu finden. Umso wichtiger sei es, so Mentrup, dass eine gemeinsame Wertegesellschaft Solidarität zeige.

„Dieses Miteinander ist ein Markenzeichen unserer Gemeinschaft. Das ist gelebte Solidarität. Es gibt hier Essen, aber auch etwas für die Seele. Gespräche und Mitmenschlichkeit“, unterstrich der evangelische Stadtdekan Thomas Schalla. Die Vesperkirche sei mittlerweile ein wichtiger Teil der Gemeinde und werde immer wieder dank neuer Impulsen bereichert, betonte Wolfgang Stoll, Direktor des Diakonischen Werks Karlsruhe nach dem Gottesdienst am Sonntag, bei dem zahlreiche Bedürftige eine warme Mahlzeit erhielten. -voko-

 
 

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