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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Januar 2016

Tierheim: Verträge regeln fairen Ausgleich

ER MACHT NICHTS: Dem Vertragsabschluss schloss sich ein Rundgang  an (Mentrup, Dezer-nentin Luczak-Schwarz, Salisch). Foto: Fränkle

ER MACHT NICHTS: Dem Vertragsabschluss schloss sich ein Rundgang an (Mentrup, Dezer-nentin Luczak-Schwarz, Salisch). Foto: Fränkle

 

OB Mentrup und Tierschutzverein-Vorsitzende Salisch besiegeln künftige Kooperation

Wenn OB Dr. Frank Mentrup von sehr harten und am Ende sehr erfolgreichen Verhandlungen spricht, und die Vorsitzende des Tierschutzvereins Karlsruhe (TVK), Heinke Salisch, von einer neuen Zeit, die nun anbricht - dann kann man getrost davon ausgehen, dass das Vertragswerk, das beide letzte Woche im Tierheim Karlsruhe unterzeichneten, für eine solide und vertrauensvolle Kooperation der Vertragspartner steht.

Verträgen, die einen fairen Ausgleich zwischen öffentlicher Hand und privatem Engagement festhalten, waren sich Mentrup und Salisch einig.
Das Tierheim-Gelände wurde von der Stadt dem TVK überlassen. Auch, weil dieser mit der Unterbringung von Fundtieren und beschlagnahmten Tieren eine städtische Pflichtaufgabe übernimmt. Für letztere Aufgabe ist per Erstattungsvereinbarung die Kostenübernahme von 100.000 Euro jährlich geregelt, der Mietvertrag klärt Miete und Bauunterhaltung und bietet nun insbesondere bei den Erhaltungsmaßnahmen verlässliche Perspektive.

Er mache den TVK, der sich in den letzten Jahren aus finanzieller Schieflage herausgearbeitet und gerade auch organisatorisch neu aufgestellt hat, nicht zum Bittsteller, die Stadt werde dank Sanierungspläne nicht von notwendigen Vorhaben überrascht, so Salisch. Tierschutz werde als moderne Aufgabe wahrgenommen. Grundsätzlich übernimmt die Stadt zwei Drittel der Unterhaltungsmaßnahmen, der TVK ein Drittel.

Falls das Barvermögen des TVK 500.000 Euro übersteigt, verringert sich der städtische Anteil um die Hälfte. Das gilt auch, wenn Fördermittel des Landes fließen, die meist ein Drittel der Kosten betragen. Aktuell steht die Planung des neuen Hundehauses an. Ein Großprojekt für den Verein, bei dem sich das Tierheim, die Stadt und das Land jeweils mit 100.000 Euro an den Investitionskosten beteiligen. -rie-

 
 

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