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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Februar 2016

Fastnacht: „Wir lassen uns nicht unterbuttern“

SICHERHEIT HAT PRIORITÄT: Für die Fastnachtsumzüge haben die Verantwortlichen umfangreiche Konzepte erarbeitet. Archivfoto: Fränkle

SICHERHEIT HAT PRIORITÄT: Für die Fastnachtsumzüge haben die Verantwortlichen umfangreiche Konzepte erarbeitet. Archivfoto: Fränkle

 

Sicherheit bei Umzügen im Griff

„Wir lassen uns nicht unterbuttern, wir machen unser Geschäft!“: Michael Armbruster, Geschäftsführer des Organisationsausschuss für den Karlsruher Fastnachtsumzugs (OAF) ist sehr zuversichtlich, dass der Zug am 9. Februar einen guten, ungestörten Verlauf nehmen wird.

Der Umzug wird freilich um etwa zehn Gruppen kleiner sein als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Armbruster führt dies darauf zurück, dass die Kampagne 2016 relativ kurz sei. Zahlreiche auswärtige Gruppen hätten abgesagt, weil sie am selben Tag in ihren jeweiligen Orten aktiv sein müssten. Im kommenden Jahr kämen sie gerne wieder. Der Karlsruher Umzug führt als Motto seine Geschichte auf, denn seit 175 Karlsruhen gibt es Straßenfastnacht in der Fächerstadt. Der Umzug am Fastnachtsonntag in Durlach nimmt die Beziehungen zu Durlachs „Tochter“ Karlsruhe auf die Schippe. Die Narren in der ehemaligen Markgrafenstadt haben das Motto „Besser Dur lachen als Karls ruhen“ gewählt. Erstmals haben der Festausschuss Karlsruher Fastnacht (FKF) mit seinem Präsidenten Jürgen Olm und das Organisationskomitee Durlacher Fastnacht (OKDF – Präsident Torsten Holzwarth) ihre Umzüge gemeinsam den Medien vorgestellt.

ERPROBTE KONZEPTE

Geschuldet war dies dem Stellenwert des Themas Sicherheit in diesem Jahr. Deshalb waren auch der Polizei-Einsatzleiter für den Karlsruher Zug, Polizeidirektor Peter Roth, der Leiter des Ordnungsamtes Dr. Björn Weiße und der leitende Notarzt Dr. Christoph Nießner zu der Präsentation gekommen. Roth betonte, dass die Polizei den Karlsruher Umzug mit einer „deutlich dreistelligen“ Anzahl an Beamtinnen und Beamten in Uniform und Zivil begleiten werde, in Durlach seien es etwas weniger, aber dennoch mehr als in den Jahren zuvor. Genauere Zahlen wollte er nicht nennen. Das hänge von Lage-Beurteilungen in diesen Tagen ab. Roth wie Weiße und Nießner betonten, man habe auch in den vergangenen Jahren schon sehr eng zusammengearbeitet und Sicherheitskonzepte geschaffen, die gut erprobt seien. Neu ist in diesem Jahr, dass bei den Umzügen in Durlach wie in Karlsruhe, aber auch morgen schon in Daxlanden, nach dem Vorbild von „Das Fest“ so genannte SOS-Inseln eingerichtet und mit hochstehenden Luftballons gekennzeichnet werden. Dort sind Uniformierte zu finden, sei es von Polizei, Rettungsdienst oder Kommunalem Ordnungsdienst, die in jeder Notlage helfen oder Hilfe organisieren können.

PROBLEMFALL ALKOHOL

Dazu ist – ebenfalls nach Muster von „Das Fest“ – ein Flyer erschienen, der Tipps für Sicherheit parat hält. Sowohl die Pläne, in denen die SOS-Inseln zu finden sind, als auch der Flyer sind über die städtische Seite www.karlsruhe.de abrufbar.
Das größte Störungspotential geht nach Einschätzung der Sicherheitsfachleute vom übermäßigen Alkoholkonsum der Besucher aus. Daher appellierte Olm einmal mehr vor allem an Eltern, auf Alkoholmissbrauch ihrer Kinder zu achten. -erg-

 
 

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