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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Februar 2016

13. „art Karlsruhe“: „Mensch. Markt. Kunst.“

„KUNST MACHT GLÜCKLICH“ sagte Galeristin Dr. Dorothea van der Koelen bei der Pressekonferenz. Dann dürfte es nach der art einige glückliche Menschen mehr geben. Foto: Fränkle

„KUNST MACHT GLÜCKLICH“ sagte Galeristin Dr. Dorothea van der Koelen bei der Pressekonferenz. Dann dürfte es nach der art einige glückliche Menschen mehr geben. Foto: Fränkle

 

Viele neue Galerien

Rote und gelbe Tulpen allerorten, die Raumaufteilung großzügig, die Skulpturenplätze wohltuend weitläufig, die Atmosphäre entspannt – mit ihren typischen Charakteristika ist die „art Karlsruhe“ bereits ein Klassiker. Und eine fest etablierte Größe im Kunstmarkt sowieso.

Die 13. Ausgabe der Kunstmesse für Klassische Moderne und Gegenwartskunst unter dem Slogan „Mensch.Markt.Kunst“ wurde am Mittwochabend eröffnet, die Festrede hielt Philosoph Peter Sloterdijk. Noch bis Sonntag laden 211 Aussteller, davon jeder Vierte aus dem Ausland, mit 170 One-Artist-Shows geschätzte 50 000 Schaulustige und Käufer zum Szenetreff in die „schönste Galerie Süddeutschlands.“ Art-Kurator Ewald Karl Schrade ist mit der Erfolgskurve seiner Messe zufrieden, will sich aber nicht einfach auf Bewährtes verlassen, sondern den „Blick weiten“ und Impulse geben, „wie auch neue Zugänge zur Kunst oder zum Sammeln möglich werden.“ Messechefin Britta Wirtz setzt auf „Qualitätsoffensive“. Sie sei unabdingbar für internationale Marktfähigkeit.

Das Wichtigste im Messetrubel ist die Orientierung. Und die gibt ein Farbleitsystem. Violett (Halle 1) kennzeichnet „Fotografie & Original-Editionen“, Grün (Halle 2) steht für „Moderne Klassik + Gegenwart“, Blau (Halle 3) für „Klassische Moderne + Gegenwart“ und Oliv (dm-Arena) für „Contemporary Art 21“ mit allerjüngsten Werken der vergangenen 15 Jahre. Darunter auch Paul Critchleys begehbare Installation "Art House" (anOTHER art gallery). Besucher können durch Wohnzimmer, Küche, Bad und Schlafzimmer flanieren und stoßen auf typische Möbelstücke und Interieurs – nur eben nicht als reale Objekte, sondern als Malerei.

Dazu gesellen sich Sonderschauen wie die der messmer foundation mit Werken von André Evard, einem Pionier der Schweizer Moderne, dessen Wiederentdeckung lohnt. Eine weitere steuert das Ernst Ludwig Kirchner Museum aus Davos bei. Neben Gemälden und Drucken des Expressionisten setzt es mit „Der Maler als Fotograf“ einen besonderen Akzent auf Kirchners unterschätztes Spätwerk.

31 Aussteller hat die „art“-Jury in diesem Jahr neu verpflichtet. Darunter renommierte Galerien wie Utermann (Dortmund) mit Werken von Max Pechstein oder Emil Nolde im Gepäck, die Galerie Ernst Hilger (Wien) oder Meyer Riegger (Karlsruhe/Berlin) unter anderem mit Arbeiten von Meuser, Franz Ackermann und Daniel Roth – alle drei Professoren an der Karlsruher Kunstakademie. Termine im Begleitprogramm sind die Verleihung des Hans Platschek-Preises für Kunst und Schrift an Justin Almquist sowie die Kür des besten Messeauftritts mit dem „art-Karlsruhe-Preis“ von Stadt und Land. Den Kunsthandel in Deutschland beleuchtet das Artima art meeting. Heute ab 14 Uhr wird die „Sicht der Museen“ verhandelt.

Geöffnet ist die „art“ täglich von 12 bis 20 Uhr, am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Die Tageskarte kostet 20 Euro. Ab 17 Uhr (Sonntag 16 Uhr) gilt der Abendtarif 14 Euro. Infos: www.art-karlsruhe.de. -red-/-maf-

 
 

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