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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Februar 2016

Gemeinderat: Perfekte dm-Anbindung noch gesucht

MIT DER VERKEHRSANBINDUNG des geplanten Neubaus der dm-Firmenzentrale an der Durlacher Allee beschäftigte sich der Gemeinderat am Dienstag. Foto Fränkle

MIT DER VERKEHRSANBINDUNG des geplanten Neubaus der dm-Firmenzentrale an der Durlacher Allee beschäftigte sich der Gemeinderat am Dienstag. Foto Fränkle

 

Nutzung der alten B10-Trasse wird in die Verkehrsuntersuchungen mit einbezogen

Eine weitere Möglichkeit, um die verkehrliche Anbindung des geplanten Neubaus der dm-Zentrale an der Durlacher Alle zu verbessern, brachte die KULT-Fraktion zur Diskussion in den Gemeinderat ein.

„Die vorgesehene Vollknoten-Lösung unterbricht die funktionierende Verkehrsachse Durlacher Allee“, erläuterte Dr. Eberhard Fischer (KULT) den Antrag, zusätzlich eine Verkehrsanbindung durch einen Umbau der Unterführung der alten B10 Trasse mit Hilfe einer Wende oder eines Kreisels zu untersuchen. Damit könnten negative Einflüsse auf die Qualität des ÖPNVs vermieden werden.

„Wenn wir Firmen ansiedeln, muss die Infrastruktur stimmen“, sprach sich Thorsten Ehlgörtz (CDU) dafür aus, nicht im Nachhinein zu korrigieren, sondern bei den laufenden Verkehrsuntersuchungen auch den Ostring, die anstehende Ikea-Ansiedlung und den Stadionneubau mit einzubeziehen.

„Sollte sich der KULT-Vorschlag als gangbare Lösung herausstellen, ist die SPD nicht abgeneigt“, empfahl David Hermanns allerdings „die Zahlen und Verkehrsuntersuchungen“ abzuwarten. „Wir haben den Vollknoten von Anfang an sehr kritisch gesehen“, sprach sich Johannes Honné (GRÜNE) für eine weitere Untersuchung des Vorschlags aus, der allerdings nur einen Lösungsansatz für die Hälfte des Verkehrs darstelle. Zudem hofft er, dass das Verkehrsverhalten der dm-Beschäftigten einen Verzicht auf einen Vollknoten möglich mache.

Dafür, den KULT-Vorschlag in die laufenden Untersuchungen mit einzubeziehen und die Ergebnisse abzuwarten, sprachen sich Tom Hoyem (FDP), Dr. Paul Schmidt (AfD) und Jürgen Wenzel (FW) aus. „In die falsche Richtung“ ging die Diskussion für Hans Pfalzgraf (SPD). „Nachdem wir uns im September für die Prüfung der Vollknotenanbindung ausgesprochen haben, wird nun der KULT-Antrag aufgenommen, um vom Vollknoten abzuweichen“, warnte Pfalzgraf) vor vorschnellen Schlüssen. „Bei einem Vollknoten würde es genau wie jetzt am Weinweg funktionieren“, sprach er sich dafür aus, „alle Varianten zu prüfen und zum gegebenen Zeitpunkt zu entscheiden“. Die Planungen offen anzugehen und die Verkehrszahlen abzuwarten, um die Grundsatzfragen beantworten zu können, empfahl OB Mentrup. Der Vorschlag der KULT-Vorschlag werde im Zusammenhang mit den Planungen für einen Park-and-Ride Platz auf der östlichen Richtungsfahrbahn der alten B10-Trasse in Höhe des Bahnhofs Durlach geprüft. -fis-

 
 

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