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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 19. Februar 2016

Gemeinderat: Stromsperren möglichst vermeiden

 

Sozial- und Jugendbehörde, Jobcenter, Energie und Klimaschutzagentur und Stadtwerke prüfen zur Vermeidung von Stromsperren die Umsetzung des „Saarbrücker 4-Punkte Modells“ und die Ausweitung der Aktion „Stromsparpartner“.

Ihr Konzept wird im Sozialausschuss und dem Aufsichtsrat der Stadtwerke diskutiert, versprach OB Dr. Frank Mentrup. Damit war Michael Borner (GRÜNE) „sehr zufrieden“. Seine Fraktion hatte beantragt, die Übertragung des Saarbrücker Modells, das dort Lösungen für 70 Prozent vorgesehener Sperren ermöglichte, zu untersuchen.

In Karlsruhe seien jährlich 1750 Haushalte von Sperren betroffen. “Kritisch“ sah Borner Vorkassezähler, die nur bei den Stadtwerken vor Ort aufzuladen seien. Hätten die Leute kein Geld,  verschwänden sie aus dem Bewusstsein. Strukturelle Probleme wie zu niedrige Renten blieben ungelöst. Zustimmung kam auch von Karin Wiedemann (CDU), die den Datenschutz gewährleistet haben wollte und Yvette Melchien (SPD), der es wie Max Braun (KULT) um die Verhinderung sozialer Notlagen ging.

Karl-Heinz Jooß (FDP) fand die “konzertierte Aktion“ gut und wollte wissen, wie hoch die Stromverbräuche der Schuldner seien. “Als soziales Verbrechen“ sah Dr. Paul Schmidt (AfD) “teuren Strom“, verursacht auch durch Umlagen für erneuerbaren. Gegen letzteres verwahrte sich Sabine Zürn (Linke). Sie verlangte noch, sich um die 30 Prozent der Menschen zu kümmern, die auch in Saarbrücken nicht erreicht würden. -cal- 

 
 

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