Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Februar 2016

Attraktive Liaison aus Zoo und Park

ENTWICKLUNGSWEGE: Beim Bürgerforum stellten die einzelnen Projektgruppen den Teilnehmern an Info-Tischen ihre Ergebnisse in Sachen Zukunft des Zoologischen Stadtgartens vor. Foto: Fränkle

ENTWICKLUNGSWEGE: Beim Bürgerforum stellten die einzelnen Projektgruppen den Teilnehmern an Info-Tischen ihre Ergebnisse in Sachen Zukunft des Zoologischen Stadtgartens vor. Foto: Fränkle

Eckpfeiler Masterplan für den Zoologischen Stadtgarten

Eckpfeiler Masterplan für den Zoologischen Stadtgarten

 

Bürgerforum: viel Zuspruch zum Masterplan Zoologischer Stadtgarten / 43 Einzelmaßnahmen

Der Zoologische Stadtgarten (ZSG) wird zu einem Park der Naturdialoge mit Fokus auf Natur- und Artenschutz. Investiert werden soll in 43 Einzelmaßnahmen. Das sieht der Masterplan vor, der in der vergangenen Woche vorgestellt wurde. Der Gemeinderat entscheidet darüber am 22. März.

Dem Mehrwert für Tiere, Pflanzen und Menschen stehen Investitionen von rund 52 Millionen Euro gegenüber, etwa für die Elefanten-, Afrika- und neue Asien-Anlage oder auch Volieren, den Lauterberg sowie gärtnerische Anlagen, zudem für Besucherservice und Wissensvermittlung. „Mit dem übergreifenden Konzept haben wir Leitplanken gesetzt, mit denen wir den ZSG nun gemeinsam in den nächsten Jahren entwickeln wollen“, betonte OB Dr. Frank Mentrup bei der Vorstellung der Projektergebnisse im Südwerk.

Der Masterplan bilde durch ganzheitlichen Ansatz und modularen Aufbau eine sehr gute Grundlage für eine attraktive Anlage. An Info-Tischen nahmen Bürgermeister Michael Obert, Zooleiter Dr. Matthias Reinschmidt, Gartenbauamtsleiter Helmut Kern und weitere Vertreter der Projektgruppen reichlich Zuspruch entgegen. „Es ist schon so viel Aufbruchstimmung zu spüren, nutzt diese nun für die Umsetzung“, war häufig zu hören.

Zur Ausgangslage: Durch neue gesetzliche Vorgaben, insbesondere das Säugetiergutachten, wurde im ZSG eine Überprüfung der Tierhaltung notwendig. Anlass, einen Masterplan für ein integriertes Tier-, Garten- und Besucherkonzept zu entwickeln. Die Öffentlichkeit war per Umfrage, in Workshops und Bürgerforen eingebunden. Das Ergebnis: Der ZSG wird unter dem Leitmotiv „Park der Naturdialoge“ in die Zukunft segeln.

„Das Leitmotiv greift das Alleinstellungsmerkmal der Anlage auf, die Kombination aus Naturraum und Parkanlage“, betonte Berater Eckhard Wiesenthal (Büro Tiergestaltung Wiesenthal). Die einzelnen Bausteine sind in kleine bis große sowie dringende (etwa aufgrund des Säugetiergutachtens) und weniger dringende Maßnahmen unterteilt. Angelegt ist der Masterplan zunächst auf zehn Jahre. Die weniger dringenden Maßnahmen können je nach finanzieller Situation oder durch Drittmitteln umgesetzt werden. Von den rund 52 Millionen Euro entfallen auf den Zoo 48 Millionen Euro und hier allein auf das Großprojekt Asienanlage im Zoo-Erweiterungsbereich (Sallenwäldchen) rund 30 Millionen Euro.

„Bei Elefanten, Giraffen und Schimpansen gibt uns das Säugetiergutachten Handlungsbedarf vor“, so Zoodirektor Dr. Reinschmidt. Die Haltung der Schimpansen wird im derzeitigen Affenhaus nicht mehr möglich sein, weshalb ein Neubau notwendig ist. Konzipiert wird dieser als Asienanlage. Zunächst leben hier die Schimpansen Benny, Sophie und Katche, später die stärker in ihrer Art bedrohten Orang-Utan sowie weitere Tiere aus dem asiatischen Lebensraum bei Wechselnutzung der Außenanlage. Die Elefantenaußenanlage - eine Altersresidenz für bis zu fünf Tiere - muss bis Ende 2017 erweitert werden. Nachts sollen die Flusspferde auf der Außenanlage herumstreifen. Bei der Gemeinschaftsanlage Afrika sollen Tiere vergesellschaftet werden.

Lauterberg ins Blickfeld rücken

Im gärtnerischen Bereich wird die Grundstruktur der BUGA 1967 behutsam fortentwickelt. Dazu gehört auch die Erneuerung der Wasserorgel, die neben anderen Projekten für das Thema Wasser – verbindende Element zwischen Zoo und Stadtgarten - steht. Auf dem Lauterberg, dem künftigen „Tor zum Nationalpark Schwarzwald“ mit Luchs und Auerhuhn, werden noch 2016 Wege saniert. Der Besucher soll mit zwei gut organisierten Eingangsbereichen empfangen werden, überhaupt wird Service und Wissensvermittlung ein deutlich höherer Stellenwert eingeräumt. Weitere Infos: www.karlsruhe.de/zoostadtgarten-ek. -rie-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe