Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Februar 2016

Bilanz der art 2016: Karlsruhe spielt in erster Liga

TREFFLICH ÜBER KUNST SPRECHEN ließ es sich bei der art Karlsruhe. Aber dabei allein bleib es nicht. Kunst wurde auch zuhauf gekauft - im Vergleich zum Vorjahr doppelt so viel. Foto: Fränkle

TREFFLICH ÜBER KUNST SPRECHEN ließ es sich bei der art Karlsruhe. Aber dabei allein bleib es nicht. Kunst wurde auch zuhauf gekauft - im Vergleich zum Vorjahr doppelt so viel. Foto: Fränkle

PREISWÜRDIG war für Stadt und Land der art-Auftritt von Werner Schmidt und seines Galeristen Werner Wohlhüter (mit Urkunde). Foto: Fränkle

PREISWÜRDIG war für Stadt und Land der art-Auftritt von Werner Schmidt und seines Galeristen Werner Wohlhüter (mit Urkunde). Foto: Fränkle

 

Mehr Kunstverkäufe

„Kunst macht glücklich“ hatte Galeristin Dr. Dorothea van der Koelen bei der Eröffnungspressekonferenz zur 13. art Karlsruhe versprochen – und behielt offenkundig Recht.

Nach fünf Schautagen von Klassischer Moderne und Gegenwartskunst gab es am Sonntagabend viele glückliche Gesichter. Allen voran Messe-Chefin Britta Wirtz. Immer mehr der 50 000 Besucherinnen und Besucher kämen aus dem Ausland und das spräche für einen „starken Standort mit starken Anbietern.“ Witz sieht Karlsruhe „in der ersten Liga internationaler Kunstmessen.“

Die art zeige, „wie das Sammeln und der Kunsthandel Kunst und Kultur fördern“, meinte Kurator Ewald Karl Schrade. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe verdoppelten sich die Ausgaben für Kunstkäufe. Aussteller wie die Stuttgarter Galerie Fuchs, Hubertus Hoffschild (Lübeck) oder Andreas Binder (München) meldeten Rekorde, andere zumindest gute Umsätze. Kirsten Floss und Michael Schultz (Köln) waren erstmals dabei und „absolut begeistert“ Premiere hatte auch die Wiener zs art Galerie. Sie verkaufte vorwiegend an Privatkunden, „die Kunst nicht als finanzielles Investment betrachten, sondern als ideellen Wert“, so Guido Zehetbauer-Salzer.

Der Kunstförderung hat sich der mit 15 000 Euro dotierte art-karlsruhe-Preis von Land und Stadt für die beste One-Artist-Show verschrieben. Er ging an Werner Schmidt und seinen Galeristen Werner Wohlhüter. In der abstrakten Malerei Schmidts stünden „die Farbe und der malerische Gestus im Vordergrund. Schicht für Schicht aufgetragen, verdichtet sich die Malerei zu einer Fläche, die sich zu den Bildrändern hin auflöst und die verschiedenen Ebenen durchscheinen lässt“, urteilte die Jury. Die Auszeichnung beweise, „gute Kunst braucht keine Metropolen“ sagte Staatssekretär Jürgen Walter bei der Verleihung. Für Ersten Bürgermeister Wolfram Jäger war der Preis ein „wunderbarer Spiegel der Kunstmesse“, würdige er doch „herausragende künstlerische Position“ wie auch „bemerkenswertes kulturwirtschaftliches Engagement.“ Die nächste art läuft vom 16. bis 19. Februar 2017. –red-/-maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe